Rendsburg-Eckernförde: Corona: Zwei Verdachtsfälle der Delta-Variante bestätigen sich nicht

Einstellen Kommentar Drucken

Die Sequenzierung eines positiven Corona-Tests hat jetzt erstmals in Bielefeld die Delta-Variante (Indische-Variante) des Coronavirus offiziell nachgewiesen.

Auch aufgrund der Reisezeit rechnen Experten mit einer Ausbreitung der neuen Corona-Mutation. Der Anteil der Delta-Fälle an den Ansteckungen mit Varianten legte mit Blick auf die vergangenen beiden Wochen auf 8,99 Prozent nach 6,73 Prozent zu. Notwendig sei zudem "die Einhaltung der Hygieneregeln auch am Urlaubsort".

Auch in Bünde im Kreis Herford ist bei einer 72jährigen Frau die Delta-Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Ob es zu einer vierten Pandemie-Welle in Deutschland komme, hänge vom Fortschritt der Impfkampagne ab. Er riet dazu, dass alle Erwachsenen deswegen die Impfangebote wahrnehmen und auch fristgerecht die notwendigen Zweitimpfungen vornehmen lassen sollten. Die zuerst in Indien entdeckte Mutation ist deutlich ansteckender, als die derzeit in Deutschland vorherrschende Alpha-Variante (ehemals "britische Mutation").

Nach Ansicht des Immunologen Carsten Watzl, des Generalsekretärs der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, könnte jedoch die Ausbreitung der Delta-Variante des Virus das Erreichen von Herdenimmunität gefährden. "Anhand der bisherigen, noch unsicheren Daten bräuchte man wohl rund 85 Prozent immune Menschen in der Bevölkerung, um die Ungeimpften indirekt mit zu schützen", sagte Watzl der Deutschen Presse-Agentur.

"Wir kommen also in Bereiche, die schwer zu erreichen sind, solange es für Kinder unter 12 Jahren keinen zugelassenen Impfstoff und für alle unter 18 Jahren keine allgemeine Impfempfehlung gibt. Es kann sein, dass Herdenimmunität nur für einzelne Einrichtungen wie Pflegeheime erreicht werden kann, aber nicht für das Gros der Bevölkerung", sagte Watzl.

Das Robert Koch-Institut (RKI) spricht seit Längerem von einem Ziel von mehr als 80 Prozent immunen Menschen - nach vollständiger Impfung oder Infektion plus Impfung -, das erreicht werden müsse, um weitgehend auf Maßnahmen und Regeln verzichten zu können. "Die gute Nachricht ist: Jeder, der vollständig geimpft ist, ist auch vor Delta geschützt", sagte Watzl.

Comments