Hardliner Raisi gewinnt Präsidentschaftswahl im Iran mit 62 Prozent

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Ebrahim Raisi hat die Präsidentenwahl im Iran mit mehr als 62 Prozent der Stimmen gewonnen. 28,6 Millionen Stimmen wurden demnach insgesamt abgegeben. Raeissi wird damit Nachfolger von Hassan Ruhani, der nach zwei Amtsperioden nicht mehr zur Wahl antreten durfte. Die USA waren 2018 unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump aus der Vereinbarung ausgestiegen und hatten neue massive Sanktionen gegen den Iran in Kraft gesetzt.

Wahlberechtigt waren mehr als 59,3 Millionen Iraner. Es wurde jedoch mit einer niedrigen Beteiligung gerechnet. Rouhani hatte zudem erklärt, sein Nachfolger sei im ersten Wahlgang gewählt worden. Den Namen des Wahlsiegers hatte er jedoch nicht genannt.

Der 60 Jahre alte Justizchef Raeissi war vor vier Jahren noch an Ruhani gescheitert, dieses Mal stellte sich sein Weg ins Präsidialamt wesentlich leichter dar. Regimegegner hatten zu einem Boykott des Urnenganges aufgerufen, nachdem der konservative Wächterrat zahlreiche aussichtsreiche Kandidaten des Reformerlagers aussortiert hatte. Der erzkonservative Kleriker Raeissi war der Topfavorit.

Mit Raeissi erwarten Medien und Beobachter einen politischen Machtwechsel im Land. Dennoch steht er schon am Anfang seiner Amtszeit vor vielen politischen Herausforderungen. Er kündigte aber zugleich an, die USA würden die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm an der Seite ihrer Verbündeten und Partner fortsetzen.

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