Debatte um Coronaschutz: Spahn stellt Ende der Maskenpflicht in Aussicht - zumindest draußen

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Der Deutsche Lehrerverband setzt sich dafür ein, dass an Schulen zumindest im auslaufenden Schuljahr weiter Maske getragen - und getestet - wird. Zwei Drittel der Impfungen wurden laut Robert Koch-Institut in Impfzentren verabreicht, ein Drittel in Arztpraxen. Die Umsetzung der Regel liegt bei den Bundesländern; regional können weitere Vorschriften gelten.

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat die Länder aufgefordert, die Verhältnismäßigkeit der Maskenpflicht laufend zu überprüfen. Sie müssten klären, "ob und wo eine Maskenpflicht noch verhältnismäßig ist, wenn die Inzidenzzahlen niedrig sind und weiter sinken", sagte die SPD-Politikerin der "Bild am Sonntag".

Ähnlich äußerte sich Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (42, Grüne): "Draußen halte ich bei der derzeitigen Infektionslage eine Lockerung der Maskenpflicht beispielsweise auf Märkten oder in Einkaufsstraßen durchaus für vertretbar".

Die Öffnungsschritte in Bayern seien erst eine Woche alt.

Braucht man angesichts der niedrigen Corona-Zahlen noch die Maskenpflicht?

Die Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis, Berichterstatterin der SPD-Fraktion für Infektionsschutz, sprach sich ebenfalls gegen eine rasche Aufhebung der Maskenpflicht in Innenräumen aus. "Wir müssen jetzt alles vermeiden, was die erfolgreiche Bekämpfung der Pandemie gefährdet und möglicherweise in einen nächsten Lockdown führt".

In geschlossenen Räumen soll es vorerst auch bei der Maskenpflicht bleiben.

Der Staat solle lieber eine Informationskampagne aufsetzen, die erkläre, wie sich Menschen in U-Bahnen und Menschenansammlungen mit Masken schützen könnten, forderte Kubicki. Eine Idee wie in Dänemark, zwischen stehenden und sitzenden Fahrgästen im Öffentlichen Nahverkehr zu unterschieden, sei allerdings in der Umsetzung nicht praktikabel.

Aus Sicht des Deutschen Städte- und Gemeindebunds muss das Ende der Maskenpflicht "der letzte Schritt" bei Lockerungsmaßnahmen sein.

Die Infektionszahlen unter Kinder und Jugendlichen seien noch immer erhöht, auch sei diese Gruppe bisher kaum geimpft, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger.

Das Tragen von Masken sei aber auch ohne Pflicht weiter zu empfehlen, etwa bei Reisen oder Treffen in Innenräumen, fügte Spahn hinzu.

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