Parteien: Baerbock: Keine weiteren Korrekturen am Lebenslauf - Inland

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"Es ist uns nicht gut gelungen, den Rückenwind selber zu erzeugen", sagte Habeck im ARD-"Morgenmagazin". Baerbock musste im Mai einräumen, dass sie über Jahre vergessen hatte, Weihnachtsgeld ihrer Partei beim Bundestag als Nebeneinkünfte anzumelden. Das sei schlampig gewesen.

Baerbock hatte auf ihrer Website unter Mitgliedschaften zunächst unter anderem die Transatlantik-Stiftung German Marshall Fund und das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR aufgeführt. Später wurden die Angaben korrigiert und aus der Überschrift "Mitgliedschaften" wurde "Beiräte, (Förder-) Mitgliedschaften, regelmäßige Unterstützung".

Auch in der Frage nach einer Direktwahl des Bundeskanzlers oder der Bundeskanzlerin kann Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet deutlich Boden gut machen. Angesichts der Schlagzeilen der vergangenen Tage und Wochen dürfte der ein oder andere aber auch nicht überrascht gewesen sein.

Sie wolle nun verloren gegangenes Vertrauen wieder wettmachen, kündigte Baerbock an. In der gleichen Abstimmung soll auch das Spitzenduo der beiden Parteichefs Baerbock und Robert Habeck bekräftigt werden. Vor über einem Monat sah der Zuspruch im Wahlkampf der Grünen noch anders aus.

Laut aktuellen Umfragen hat der vorherige Höhenflug der Grünen einen Dämpfer erhalten. Bei Infratest sackten die Grünen um fünf Prozentpunkte auf 20 Prozent ab. Obwohl ihre Partei den Gegenwind in den Umfragen spüre, stellte Baerbock klar, dass für ihre Partei im Wahlkampf noch alles drin sei.

Habeck verband in seiner Rede den Klimaschutz auch mit Sozialpolitik. "Wir wissen, dass nicht die Grünen die Veränderung schaffen, sondern nur die Mehrheit der Menschen". Dagegen verwahrte sich Baerbock im Interview.

Berlin - Grünen-Chefin Annalena Baerbock wird Details ihren Lebenslauf nach eigenen Angaben nicht noch einmal richtigstellen müssen. Der Blick gehe nun nach vorne, so Özdemir. "Meinen Lebenslauf habe ich knapp und komprimiert veröffentlicht und dabei unwillentlich einen missverständlichen Eindruck erweckt, den ich nicht erwecken wollte", so die designierte Kanzlerkandidatin ihrer Partei. "Wir stehen im Duell mit der Union um die Führung dieses Landes".

Durch einen "Industriepakt" wollten die Grünen Klimaneutralität in der Stahl- und Grundstoffindustrie unterstützen. Im Gegenzug sollten für Wohlhabende der Spitzensteuersatz erhöht und auch große Vermögen stärker belastet werden.

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