Nach Führungswechsel bei der Gruppierung: Maaßen lässt Mitgliedschaft in Werte-Union ruhen

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Nun wurde der AfD-nahe Ökonom Max Otte zum Chef des Bundesverbands gewählt - das löst harsche Kritik aus und zieht Konsequenzen nach sich.

Die Werteunion sieht sich selbst als Vertretung der konservativen Strömung in der Partei. "Ich werde genau beobachten, wie sich die WU entwickelt", schrieb er auf Twitter. "Insofern ist das für uns kein Thema, weil die WerteUnion kein Thema ist", sagte Laschet weiter. "Die Werte-Union ist keine Gruppierung der CDU".

Der 56 Jahre alte Deutsch-Amerikaner Otte wurde in den nuller Jahren als Ökonom und Talkshow-Gast bekannt, weil er in einem Buch die amerikanische Immobilienkrise und damit den Auslöser für die weltweite Finanzkrise voraussagte. Am Montag distanzierte sich auch der sächsische Landesvorstand der Werteunion geschlossen von der Wahl.

Der Führungswechsel an der Spitze der konservativen Werteunion sorgt in der CDU gut eine Woche vor der Wahl in Sachsen-Anhalt für mächtig Unruhe. "Wer da Mitglied ist, organisiert sich außerhalb der Partei, wie man sich möglicherweise auch beim 1. FC Magdeburg oder sonst wo organisiert. Dies erscheint uns nun kaum mehr möglich", hieß es in einer Erklärung.

Der Landesvorstand verwies auf Presseberichte, wonach sich Otte in der Vergangenheit immer wieder für Positionen und Vertreter des mittlerweile aufgelösten "Flügels" der AfD stark gemacht habe.

Hans-Georg Maaßen, Ex-Verfassungsschutzchef und CDU-Bundestagskandidat in Thüringen, will seine Mitgliedschaft bei der Werteunion ruhen lassen.

"Vor diesem Hintergrund sahen die sächsischen Kandidaten für weitere Positionen im Bundesvorstand keine Möglichkeit für eine zukünftige konstruktive Zusammenarbeit und zogen, wie auch Vertreter zahlreicher anderer Bundesländer, ihre Kandidatur zurück", teilte der Vorstand mit.

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hatte bereits am Wochenende von einem "Putsch der AfD-Treuen" gesprochen. Glückwünsche hingegen kamen vom AfD-Vorsitzenden Tino Chrupalla. Otte war laut Medienberichten noch bis Januar 2021 Kuratoriumsvorsitzender der AfD-nahen Desiderius- Erasmus-Stiftung.

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