Studie belegt: Biontech schützt auch Kinder

Einstellen Kommentar Drucken

Am Freitag will die EMA über die Zulassung des CoV-Impfstoffs von Pfizer für Kinder ab 12 Jahren in Europa entscheiden. Für jeweils sieben Tage nach den Injektionen notierten die Teilnehmer eventuelle Impfreaktionen. Der europäischen Zulassungsbehörde liegt seit Ende April ein entsprechender Antrag vor. Die Teilnehmer klagten über Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Fieber - nach der zweiten Dosis häufiger als nach der ersten.

Die Wirksamkeit einer zweifachen Impfung läge den Forschern zufolge bei 100 Prozent, da es in der Studiengruppe im Vergleich zur Placebogruppe keinen Covid-19-Fall gegeben hätte. Die Beschwerden seien aber meist innerhalb von wenigen Tagen verschwunden. Unerwünschte Wirkungen wurden bis zu sechs Monate nach der zweiten Spritze erfasst. Sie war sogar besser als in der Gruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 16 und 25 Jahren.

Am Freitag entscheidet die EU-Behörde EMA über die Corona-Impfstoff-Zulassung für Kinder.

Der deutsche Hersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer haben die Erweiterung der Zulassung des Impfstoffes auch für 12- bis 15-Jährige beantragt. Die Studie liegt der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) vor, die entscheiden soll, ob das Vakzin auch in der EU für diese Altersgruppe zugelassen wird. Geöffnet ist etwa bereits die Vormerkung - nicht Anmeldung - für Impftermine.

Durchaus denkbar ist dabei auch, dass an größeren Schulstandorten, wenn sie weiter von einer Impfstraße entfernt sind, auch direkt Impfungen angeboten werden. "Das Nationale Impfgremium wird anhand dieser Vorgaben fundierte Empfehlungen aussprechen können", hieß es am Mittwoch aus dem Gesundheitsministerium. Man werde auch auf spezielle Informationskampagnen setzen. Das könne auch ohne Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) geschehen. Die Datenlage zu möglichen Nebenwirkungen sei noch zu dünn.

Es sei "wichtig, dass wir so bald wie möglich auch die Kinder und damit weitere Teile der Gesellschaft durch eine Covid-19-Impfung schützen", schilderte Albrecht Prieler, Kinderarzt und Mitglied des Impfgremiums am Donnerstag in einer Aussendung.

Das sorgte auch für Kritik aus der Politik. Die Kommission müsse "zumindest eine Botschaft senden". Ihre Impfung sei für das Erreichen einer Herdenimmunität wesentlich. Man wolle bei einer Zulassung aber allen Zwölf- bis 18-Jährigen bis August ein Impfangebot machen. Der Impfstoff von Biontech/Pfizer könnte für 12- bis 15-Jährige freigegeben werden. An diesem Tag soll in Deutschland die Impfpriorisierung fallen.

Comments