Bundespräsident Steinmeier will zweite Amtszeit

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Der Präsident habe das Land in der schwierigen Phase der Pandemie gut geführt.

Bundespräsident Steinmeier hat angekündigt, dass er für eine weitere Amtszeit kandidieren will. Das Land befreie sich jeden Tag mehr aus der Pandemie. "Eine solche Persönlichkeit können wir gerade auch in der Zeit nach der Pandemie, wenn wir einiges aufarbeiten müssen, gut gebrauchen". Unter dem Motto "Land in Sicht - Zukunft ländlicher Räume" war Steinmeier bis zum Pandemiebeginn immer wieder auch in die von Abwanderung und Überalterung besonders betroffenen ländlichen Regionen Ostdeutschlands gereist, um sich im direkten Kontakt mit den Menschen ein Bild von der Lage zu machen.

Die Christdemokraten, die mit den Sozialdemokraten in einer großen Koalition regieren, hatten keinen eigenen Kandidaten nominiert.

Auch FDP-Chef Christian Lindner hatte erklärt, er würde Steinmeier unterstützen. Er fügte jedoch hinzu: "Aber die Entscheidung und Festlegung steht erst nach der Bundestagswahl an". Er ist seit 2017 im Amt. Allerdings haben sich bereits jetzt Politiker auch anderer Parteien für ihn ausgesprochen. Steinmeier, der seinerzeit Außenminister war, trat die Nachfolge von Joachim Gauck an, der auf eine zweite Amtszeit verzichtete.

Ein besonderes Anliegen waren Steinmeier die Beziehungen zu Israel. Im Januar vergangenen Jahres sprach Steinmeier auf dessen Einladung als erster Bundespräsident in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem.

"An diesen beiden für Deutschland und das deutsche Selbstverständnis wichtigen Terminen hat Steinmeier mit seiner Anwesenheit und seinen Reden wichtige Zeichen gesetzt", sagte Ramelow.

Die zweite Hälfte der Amtszeit war stark geprägt von der Corona-Pandemie. Mehrfach wandte sich Steinmeier in Video-Botschaften - ein für das deutsche Staatsoberhaupt neues Format - an die Bevölkerung und bat um Unterstützung im Kampf gegen die Pandemie.

"Ich habe versprochen, auf eine der offenen Fragen, die nach meinen persönlichen Zukunftsabsichten, rechtzeitig und transparent eine Antwort zu geben, und das tue ich gern: Ich möchte mich für eine zweite Amtszeit als Bundespräsident zur Wahl stellen".

Im April richtete Steinmeier einen Gedenkakt für die Verstorbenen in der Corona-Pandemie aus.

Die Bundesversammlung hatte Steinmeier am 12. Februar 2017 mit einer Zustimmung von rund 75 Prozent zum 12. Bundespräsidenten gewählt. Wir gedenken der Verstorbenen. "Und wir fühlen mit den Lebenden, die um sie trauern", sagte er damals. Gegenkandidaten von Linkspartei, AfD, Freien Wählern und Piraten hatten keine Chance. März 2017 leistete Steinmeier seinen Amtseid ab.

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