Impfung für mein Kind? Diese Risiken und Nebenwirkungen sind bekannt

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Am Versprechen, dass es am Ende des Sommers ein Impfangebot für jeden geben wird, habe sich weiterhin nichts geändert, sagt Merkel.

Menschen mit besonderem Risiko wie Alter, Vorerkrankungen oder bestimmten Berufen, die noch nicht geimpft sind, sollen auch weiter vorrangig an die Reihe kommen.

Beim Impf-Gipfel im Kanzleramt gab's Zoff - und am Ende einen Beschluss. Die erforderlichen Dosen für Juni, Juli und August sollen den Ländern "schrittweise aus den Gesamtliefermengen" für diese Monate zur Verfügung gestellt werden, heißt es in dem Dokument des Ministeriums. Dosen parat. "Daher ist das eine Zusage, die ich guten Gewissens machen kann".

Müller meinte auf die Frage, warum man Kinder und Jugendliche nicht höher priorisiert, dass man das Maximale von dem verantwortet habe, was man für zumutbar hielt. Sie wehrt sich aber gegen die Formulierung "hinten anstellen", Hausärzte würden sich bei chronisch kranken Kindern zudem ohnehin für eine raschere Impfung entscheiden. Doch: Die Impfstoffe seien nun einmal begrenzt.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) sagte: "Keiner muss geimpft werden. Wir wollen Impfangebote machen, aber es gibt keine Impfpflicht". Schule werde trotzdem möglich sein, betont er. Aber es gebe keinen Anlass für Übermut und Euphorie, es gebe noch viel Arbeit. "Wir sind nicht über dem Impfberg".

Müller unterstrich außerdem, dass es "keine eigene Impfkampagne für Kinder und Jugendliche" geben werde. Dem sei nicht so. Es müsse offen gesagt werden: "Wir haben dafür keine zusätzlichen Impfstoffe". Dies bekräftigte auch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) auf der gemeinsamen Pressekonferenz. Es gebe lediglich Unsicherheiten bei den Liefermengen beim Impfstoff von Johnson & Johnson für das zweite Quartal, so Merkel. Dort gab es eine Panne bei der Fertigung in den USA. Moderna und Biontech/Pfizer würden hingegen zuverlässig geliefert. Juni, wenn die Priorisierung fällt, können also Eltern sich auch um einen Termin für die Impfung ihrer Kinder - vor allem bei niedergelassenen Ärzten - bemühen. Das Zertifikat soll dann voll kompatibel in der EU sein. Die Minderjährigen sollten sich aber insbesondere in den Praxen um einen Termin bemühen können.

Die Impfkampagne in Deutschland habe "deutlich an Fahrt gewonnen", so Merkel. Bereits über 40 Prozent der Deutschen haben eine Erstimpfung erhalten. Vielmehr ginge es um die Gefährdung der Kinder durch eine Infektion mit dem Coronavirus. Voraussichtlich knapp 6,4 Millionen Impfdosen will der Bund den Ländern für die Impfung von Kindern und Jugendlichen zur Verfügung stellen, wie das Bundesgesundheitsministerium den Ländern mitteilte.

Einen Tag nach dem Impfgipfel von Bund und Ländern am Donnerstag in Berlin will die europäische Arzneimittelbehörde EMA über eine Zulassung des Biontech-Impfstoffs für Kinder ab zwölf Jahren beraten. Bis zum Ende des Sommers soll auch den Kindern und Jugendlichen ein Impfangebot gemacht werden. Eine Einschätzung der Ständigen Impfkommission (Stiko) dürfte aber auch nach einer Zulassung noch etwas auf sich warten lassen.

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