Internationale Beziehungen - USA und Russland bereiten Gipfel zwischen Biden und Putin vor

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Das Verhältnis zwischen den USA und Russland ist so schlecht wie lange nicht. Washington hofft auf mehr "Stabilität und Vorhersagbarkeit". Ziel sei es, "Vorhersehbarkeit und Stabilität" in den bilateralen Beziehungen wiederherzustellen. Das Treffen sei für den 16. Juni in der Schweiz in Genf geplant, teilte der Kreml am Dienstag in Moskau mit.

Darunter sind etwa der Kampf gegen die Corona-Pandemie und die Lösung regionaler Konflikte. Eine Tagesordnung stehe aber noch nicht, hatte Kremlsprecher Dmitri Peskow zuvor gesagt.

Biden hatte Putin im April inmitten angespannter Beziehungen ein Gipfeltreffen in einem Drittstaat vorgeschlagen.

Bidens erste Auslandsreise führt ihn im Juni zum G7-Gipfel (11. bis 13. Juni) nach Großbritannien und zum NATO-Spitzentreffen (14. Juni) nach Belgien. Der hatte seitdem offengelassen, ob er die Einladung annimmt. Nachdem es dafür zunächst auch Unterstützung des damaligen US-Präsidenten gegeben habe, sei diese Idee am Widerstand von Spitzenberatern Trumps gescheitert und Helsinki zum Austragungsort gekürt worden, schrieb Bolton in seinem 2020 veröffentlichten Enthüllungsbuch "The Room Where It Happened: A White House Memoir".

Der Friedensnobelträger und frühere Kremlchef Michail Gorbatschow sagte der Agentur Interfax, die beiden Präsidenten hätten viel zu besprechen.

US-Außenminister Antony Blinken und sein russischer Amtskollege Sergej Lawrow waren bereits am vergangenen Mittwoch im isländischen Reykjavik zusammengekommen. Mitte März antwortete er in einem Fernsehinterview auf die Frage, ob er Putin für einen "Mörder" halte, mit "Das tue ich".

Bei einem Treffen am Montag - ebenfalls in Genf - hatten Bidens Sicherheitsberater Jake Sullivan und der Sekretär des russischen Sicherheitsrates Nikolai Patruschew festgehalten: "Das Treffen war ein wichtiger Schritt in der Vorbereitung eines geplanten Gipfels zwischen den USA und Russland, dessen Termin und Ort zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben wird".

Der Schweizer "Tages-Anzeiger" berichtete am Montag unter Berufung auf "zuverlässige Quellen", das Spitzentreffen solle voraussichtlich in Genf stattfinden. Die USA werfen Russland unter anderem Einmischungen in ihre Wahlen und einen großangelegten Hackerangriff im vergangenen Jahr vor.

Das Verhältnis zwischen Washington und Moskau ist höchst belastet.

Die Präsidenten Russlands und der USA wollen laut einer US-Mitteilung "die gesamte Palette" drängender Fragen besprechen. Die Regierung in Moskau wies als Reaktion darauf zehn US-Diplomaten aus.

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