Corona-Pandemie: Spahn: Für unbeschwerten Sommer muss Inzidenz unter 20 liegen

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Außerdem ruft der Bundesgesundheitsminister dazu auf, Impfdosen der Hersteller Biontech und Pfizer für Schülerinnen und Schüler zu reservieren.

Für einen unbeschwerten Sommer müsse die Inzidenz weiter gesenkt werden, sagte der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag" (23. Mai). Ziel sei es, dass alle Schüler bis Ende August ein Impfangebot bekämen. Besonders Kinder aus sozial benachteiligten Familien wolle er unterstützen. Ein Antrag bei der EMA sei Anfang kommenden Monats geplant, sagte der aus Frankreich stammende Moderna-Vorstandschef Stéphane Bancel der französischen Sonntagszeitung "Le Journal du Dimanche".

Der Deutsche Städtetag regte an, die Impfzentren im Sommer in die Impfung von Schülern einzubinden. "Vor dem neuen Schuljahr sollten möglichst viele Jugendliche mindestens die erste Impfung erhalten". Bundesweit wurden 1911 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet, wie das Robert Koch-Institut unter Berufung auf die Gesundheitsämter meldete. Das geht aus Zahlen vom Sonntagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.11 Uhr wiedergeben. Allerdings liegt die Zahl an Wochenenden oder nach Feiertagen in der Regel niedriger als im Wochendurchschnitt, weil weniger getestet wird und weniger Testergebnisse übermittelt werden.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist auf 58,4 Fälle pro 100.000 Einwohner gesunken. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 87 weitere Menschen anstecken. Dafür müsse die Inzidenz weiter deutlich sinken.

Berlin | Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat als Zielmarke eine Inzidenz von unter 20 ausgegeben, damit es im Sommer weitreichende Lockerungen der Corona-Regeln geben kann. "Im vergangenen Sommer lag sie unter 20. Das sollten wir wieder anstreben", sagte der CDU-Minister. "Vorsicht und Umsicht gelten weiterhin". "Das Leid der Kinder in der Pandemie beschäftigt mich sehr", sagte der Minister. Im vergangenen Sommer hätten "Auslandsreisen, häufig Verwandtschaftsbesuche in der Türkei und auf dem Balkan, phasenweise rund 50 Prozent der Neuinfektionen bei uns ausgelöst".

"Mit seinen Spekulationen verbreitet Herr Spahn nur öffentliche Verunsicherung", sagte der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Michael Theurer der "Welt". Spahn kündigte an: "Wir wollen frühzeitig Vereinbarungen etwa mit der Türkei über Tests bei der Ein- und Ausreise abschließen". Aus der Opposition kommt Kritik an Gesundheitsminister Spahn.

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