B.1.617.2: Biontech und Astrazeneca haben hohen Impfschutz gegen indische Variante

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Für die Studie wurden 12.675 Virus-Proben verwendet, von denen 1054 Fälle zur indische Coronavirus-Variante gehörten. Aus der am Samstag veröffentlichten Untersuchung von Public Health England (PHE) geht hervor, dass das mRNA-Vakzin von Biontech zwei Wochen nach der zweiten Dosis zu 88 Prozent wirksam gegen symptomatische Erkrankungen durch die indische Variante ist, während der Impfstoff von Astrazeneca eine Wirksamkeit von 60 Prozent aufwies.

Die Corona-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und AstraZeneca bieten einen recht hohen Schutz auch gegen eine Erkrankung mit der zunächst in Indien aufgetretene Virus-Variante B.1.617.2. Außerdem gingen die Daten von 11.621 Patienten mit nachgewiesener Infektion mit der britischen Corona-Variante B.1.1.7 mit ein - aus allen Altersgruppen ab 16 Jahren.

Medienberichten zufolge zeigte die US-Studie, dass sowohl der Biontech- als auch der Moderna-Impfstoff gegen die neue Variante B.1.618 wirksam sind.

Bereits drei Wochen nach der ersten Impfung hätten beide Impfstoffe eine rund 33-prozentige Wirksamkeit gegen B.1.617.2 gezeigt, heißt es weiter in der Mitteilung.

Bereits vor einigen Tagen hat zudem eine US-Studie nachgewiesen, dass sowohl das Vakzin von Biontech als auch das von Moderna gegen die indische Variante wirksam sein könnten.

In England wurden PHE zufolge zwischen dem 1. Februar und dem 18. Mai mindestens 2889 Fälle der indischen Variante verzeichnet. Davon wurden 104 Menschen im Krankenhaus behandelt, 6 Menschen starben. "Wir haben festgestellt, dass die Antikörper des Impfstoffs zwar ein wenig schwächer gegen die Varianten wirken, aber nicht so sehr, dass es unserer Auffassung nach große Auswirkungen auf die Schutzfähigkeit der Impfstoffe hätte", sagte Nathaniel Landau, einer der Verfasser der Studie dem "Business Insider" zufolge. Die indische Variante gilt als besonders ansteckend und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Infektionszahlen in Indien in den vergangenen Monaten rasant in die Höhe zu treiben. In Großbritannien sind (Stand 19. Mai) mehr als 3.400 Fälle der Variante bestätigt worden. Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock bezeichnete die Studien-Ergebnisse als "bahnbrechend".

Aufgrund der auch in Großbritannien starken Ausbreitung der indischen Variante gelten seit Mitternacht in Deutschland starke Einschränkungen bei Einreisen aus dem Vereinigten Königreich, das nun als Virusvariantengebiet gilt. Großbritannien ist das am schwersten von der Pandemie getroffene Land Europas.

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