Acht Tote bei Seilbahn-Unglück in Norditalien

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Im Norden Italiens ist eine Seilbahnkabine mit elf Insassen abgestürzt. Bei dem Seilbahnunglück in der norditalienischen Provinz Verbano-Cusio-Ossola sind am Sonntag (23. Mai 2021) mehrere Menschen ums Leben gekommen, es gab auch Verletzte. Absturzursache war möglicherweise ein gerissenes Kabel.

9 Menschen starben, 2 Kinder wurden mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus nach Turin gebracht, berichteten italienische Medien.

Das Unglück ereignete sich demnach oberhalb des Urlaubsorts Stresa am Ufer des Lago Maggiore.

Ein Foto der Feuerwehr zeigte die abgestürzte Kabine in einem schwer zugänglichen Waldstück. Derzeit befinden sich zahlreiche Rettungskräfte im Einsatz. An der Stelle des Absturzes sei die Distanz zum Erdboden besonders groß, erklärte Milan.

Insgesamt befanden sich mindestens 15 Menschen in der Seilbahn-Kabine, als diese auf der Strecke zum Berg Mottarone, dessen Gipfelkreuz auf 1491 Metern liegt, abstürzte. "In zwanzig Minuten vom See zum Berg", damit wirbt die Seilbahn Funivia Stresa-Alpino-Mottarone auf ihrer Webseite.

Wegen des schönen Wetters waren unzählige Touristen am Sonntag mit der Seilbahn unterwegs, um von der Spitze des Mottarone-Bergs die Aussicht über den Lago Maggiore zu genießen.

Erbaut wurde die Seilbahn 1970; sie hat zwei Gondeln - in jede Richtung eine -, die jeweils bis zu 40 Passagiere aufnehmen können. Sie habe den Betrieb erst kürzlich wieder aufgenommen, nachdem sie während des Corona-Lockdowns - wie sämtliche Lift- und Seilbahnanlagen in Italien - stillgestanden hatte. Infrastrukturminister Enrico Giovannini wollte am Montag in die Gegend reisen.

Auf Twitter drückte Liguriens Regionalpräsident Giovanni Toti sein Mitgefühl für die Menschen im Piemont aus.

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