Wie Hausärzte der Corona-Impfkampagne Schwung verleihen sollen

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Der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Henke, sieht in der Einbeziehung der Hausärzte ab heute einen großen Fortschritt für die Corona-Impfkampagne. Ein Impfstofftransport in die Hauptstadt sei wegen mutmaßlich technischer Schwierigkeiten aufgehalten worden. Der Hausärzteverband in Hessen geht von ersten Impfungen in den dortigen Praxen am Mittwoch aus.

In den Praxen warteten allerdings die meisten Mediziner am Dienstag noch auf die Impfstoff-Lieferung.

Man sei in die Lieferlogistik nicht eingebunden, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.

Sie sollen den Durchbruch für die Impfkampagne bringen: Heute beginnt das flächendeckende Impfen in Hausarztpraxen. Bei der Hausarzt-Praxis "Wannsee-Internisten" blieb am Dienstagvormittag der Anruf der Apotheke über das Eintreffen der Ware aus.

Auch die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen (KV) hat keine Zahlen darüber, wie viele Hausärzte wo überall in Sachsen impfen. Gerd Agena, in dessen Gemeinschaftspraxis am Großflecken am Dienstag der Impfs. Weiter erklärte Henke, er sehe einen Vorteil darin, dass jeder der rund 35.000 Praxen rechnerisch zunächst nur gut 26 Dosen pro Woche zur Verfügung stünden. "Das ist ein bisschen wenig".

Doch vorerst hätte Biontech angekündigt, in dieser und in der kommenden Woche bundesweit nur insgesamt 3,3 Millionen Dosen zu liefern.

Auch für die Hausarztpraxen gilt generell die festgelegte Prioritäten-Reihenfolge, wer zuerst geimpft werden kann. Eine zentrale Einladung für die Patienten gibt es allerdings nicht. Wie sie Impftermine vergeben, können die Praxen selbst regeln - zum Beispiel per Telefon oder mit Online-Buchungen. Die Patienten, die den Impfstoff bekommen sollen, werden telefonisch vom Hausarzt informiert. "Ja würden wir ja gerne, wenn ihr uns mal machen lasst", meinte man da die Hausärztinnen und -ärzte aus ihren Praxen rufen zu hören. Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) fordert von der Bundesregierung, die geplanten Impfungen in den Betrieben rasch voranzutreiben, wie Verbandsdirektor Florian Reuther der Deutschen Presse-Agentur in Berlin sagte.

Spahn hatte Ende März gesagt, Betriebsärzte sollten erst nach Hausärzten in die Impfkampagne einsteigen. Viele Unternehmen hätten sich auch angeboten, die Familienangehörigen von Mitarbeitern ebenfalls zu impfen.

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