Söder will in K-Frage Merkel miteinbeziehen

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Der sächsische CDU-Abgeordnete und Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz, sagte dem Magazin, er wünsche sich, dass Söder als Kanzlerkandidat zur Verfügung stehe. "Da haben die Bundestagsabgeordneten in unserer gemeinsamen Fraktion ein erhebliches Mitspracherecht", sagte er.

"Ein Unionskandidat kann ohne Unterstützung von Angela Merkel kaum erfolgreich sein": CSU-Chef Söder setzt im Wettstreit um die Kanzlerkandidatur erneut eine deutliche Spitze gegen seinen CDU-Rivalen Laschet. Söder sagte der "Bild am Sonntag" auf die Frage, ob man Umfragen zu Beliebtheit und Kompetenz von Laschet ignorieren könne: "Umfragen spielen natürlich eine Rolle". "Sie sind ein wichtiger Maßstab für die Akzeptanz von Personen und Programmen in der Bevölkerung."Auch dies muss man als Kampfansage verstehen: Laschet schneidet in Umfragen regelmäßig schlechter ab als Söder". Wichtig ist aber, dass wir eine starke Gemeinschaft bleiben."Es gehe in den kommenden Wochen darum "zu zeigen, welche Pläne und Ideen wir haben, unser Land über den September hinaus sicher in die Zukunft zu führen".

Dazu befragt, ob Söder oder Laschet die besten Voraussetzungen für die Kanzlerkandidatur mitbrächten, sagte Seehofer: "Ein ehemaliger Parteivorsitzender wie ich enthält sich bei diesen Fragen". Eilig hat es Söder mit der Entscheidung nicht: "Wir müssen überlegen, was das Beste für Deutschland und die Union ist. In der Ruhe liegt dabei die Kraft". Das hat die Vergangenheit gezeigt. Anhänger und Mitglieder wollten "allmählich wissen, wo es lang geht, wofür sie kämpfen sollen". "Das war bis vor Kurzem noch jenseits meiner Vorstellung", so Seehofer.

In den Umfragen stand die Union zuletzt bei etwa 26 bis 28 Prozent - vor den Grünen. Die beiden Parteichefs hatten sich auf eine Entscheidung zwischen Ostern und Pfingsten verständigt. Einen genauen Termin für die Entscheidung gibt es nicht.

Bereits in den vergangenen Tagen hatten sich Unions-Politiker entweder für Laschet oder für Söder ausgesprochen. Laschet wird als Chef der großen Unions-Schwester CDU allgemein das erste Zugriffsrecht zugesprochen.

Hierzu brauche es "einen einheitlichen bundesweiten Pandemieplan anstelle eines Flickenteppichs mit unüberschaubaren Regeln in den einzelnen Bundesländern", sagte der CSU-Chef laut "BamS". Als zweiten Punkt nannte der Bundesinnenminister authentische Politiker, und drittens brauche die Union ein "knackiges Zukunftsprogramm". "Wir haben ein Riesenpotenzial, wir haben es im Kreuz, wieder in den 30-Prozent-Turm vorzustoßen, am liebsten bis nahe an die 40-Prozent-Marke". Während die CSU bisher eher eine späte Entscheidung favorisierte, forderte Innenminister Horst Seehofer (CSU) eine schnelle Klärung.

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