Covid-19 - Niederlande nun auch Hochinzidenzgebiet

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Die Bundesregierung stuft jetzt auch die Niederlande wegen der Corona-Infektionszahlen als sogenanntes Hochinzidenzgebiet ein.

Wer ab Dienstag von dort nach Deutschland einreist, muss bereits bei der Einreise einen negativen Corona-Test vorweisen können, wie das Robert Koch-Institut am Sonntag bekanntgab. Die Quarantänepflicht von zehn Tagen mit der Möglichkeit, sich nach fünf Tagen mit einem zweiten Test davon zu befreien, bleibt unverändert. Für Pendler gibt es Ausnahmeregelungen.

Von den 26 EU-Partnerländern Deutschlands sind ab Dienstag dann 13 als Hochinzidenz- und 13 ganz oder teilweise als Risikogebiete eingestuft. Die Niederlande mit rund 17 Millionen Einwohnern befinden sich seit Mitte Dezember in einem Lockdown, seit Ende Januar gilt auch eine abendliche Ausgangssperre. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei etwa 300 Infektionen pro 100.000 Einwohner.

Nach der Einstufung der Niederlande als Corona-Hochinzidenzgebiet ab Dienstag nach Ostern soll die Polizei bei Einreisenden prüfen, ob sie den vorgeschriebenen Corona-Test dabei haben. Dieser darf nicht älter als 48 Stunden sein. Davon ausgenommen sind Durchreisende und Menschen, deren Aufenthalt weniger als 24 Stunden dauert. Im Grenzgebiet pendeln Zehntausende zur Arbeit.

Zuvor hatte das RKI in dieser Woche Kroatien als neues Risikogebiet klassifiziert und die portugiesische Hauptstadt Lissabon, die irische Region South-West sowie die Region Åland in Finnland von der Liste gestrichen.

Der Anstieg der Infektionszahlen in den Niederlanden sei besorgniserregend, sagte Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD).

Der Nachtrag des RKIs zur Klassifizierung der Niederlanden als Hochinzidenzgebiet ab kommender Woche unterstreicht die so dynamische Situation rundum das aktuelle Infektionsgeschehen.

Die unmittelbar angrenzenden Kommunen seien bereits angewiesen worden, die Regelungen mit sofortiger Wirkung umzusetzen und eine entsprechende Allgemeinverfügung zu erlassen, hieß es am Sonntag aus dem Gesundheitsministerium. In Niedersachsen grenzen die Landkreise Aurich, Leer, Emsland, Grafschaft Bentheim sowie die Stadt Emden an die Niederlande.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet und der niederländische Regierungschef Mark Rutte hatten am Karfreitag vor einem grenzüberschreitenden Reiseverkehr an Ostern gewarnt. In einer gemeinsamen Erklärung appellierten sie an die Bürger: "Bleiben Sie zu Hause". Dadurch sei der Grenzverkehr gleichermaßen sicher und "weiter reibungslos möglich", sagte Behrens. Was unbedingt nötig sei, könne weiterhin im Nachbarland erledigt werden.

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