Corona in NRW: Laschet will "Brücken-Lockdown" im April

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Der CDU-Bundesvorsitzende Armin Laschet hat sich für einen so genannten "Brückenlockdown" ausgesprochen. "Wir wollen bis zum Ende des Aprils 20 Prozent aller Menschen geimpft haben", sagte er.

Laschet warb deshalb dafür, die Ministerpräsidentenkonferenz vom 12. April auf diese Woche vorzuziehen.

Er habe über das Osterwochenende Fachmediziner zurate gezogen und sei sich bei seiner Einschätzung mit vielen Ministerpräsidenten, der Kanzlerin und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn einig, sagte Laschet. Mehr Tempo und klare Entscheidungen seien nötig. Die Runde der Ministerpräsidenten mit Merkel müsse in dieser Woche in Präsenz tagen. "Mit stundenlangen Diskussionen, mit stundenlangen Auszeiten".

Laschet betonte, gebraucht würden noch weniger soziale Kontakte. Dies könne auch Ausgangsbeschränkungen in den Abend- und Nachtstunden bedeuten. Diese seien ein effektives Mittel, um Kontakte im privaten Raum zu reduzieren. Zudem müsse man sich auf das Notwendige bei Kitas- und Schulen fokussieren - bei gleichzeitiger Absicherung durch flächendeckende und eng getaktete Tests. Die Homeoffice-Offensive der Wirtschaft nochmals vorankommen. Der Bundesrat müsse im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens zustimmen, "was erfahrungsgemäß mehrere Wochen lang dauert". Es müsse zudem bei der Schließung der Gastronomie bleiben, außerdem müsse es im gesamten Freizeitbereich nochmals eine Reduzierung geben.

Laschet sprach von einer "Ausnahmesituation", in der schnelles Handeln notwendig sei. Der CDU-Chef verwies unter anderem auf die wieder steigende Zahl von Corona-Infizierten, die auf Intensivstationen behandelt werden müssen. Noch vor Beginn der Sommerferien werde deutlich mehr als die Hälfte der Deutschen mindestens ein Mal geimpft sein, sagte der CDU-Chef am Ostermontag nach dem Besuch eines Impfzentrums der Städteregion Aachen. "Geschieht nichts, werden die Zahlen weiter erheblich zunehmen", wird Laschet zitiert. Von Geimpften gehe nach Erkenntnis des Robert Koch-Instituts praktisch kaum mehr ein Risiko für die Verbreitung des Virus aus. Anlass war seine Aussage, die Osterfeiertage zum Nachdenken über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise zu nutzen. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,89 Millionen Infektionen in Deutschland bestätigt.

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