Corona-Liveblog: Jens Spahn, Lothar Wieler und Karl-Josef Laumann geben PK

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Der Bund habe derzeit mindestens 50 Millionen Schnelltests im Monat abgesichert, abgerufen würden zehn Millionen.

Die kostenlosen Schnelltests würden nicht überall gleich am Montag verfügbar sein, sagte Spahn.

Spahn bot sich den Ländern als "Kontaktbörse" an, um Kontakt zu Testherstellern zu vermitteln, damit Tests etwa für Schulen und Kitas bestellt werden könnten. Damit könne jeder Schüler zweimal pro Woche getestet werden.

Zudem werde auch künftig auf Schnelltests durch Fachpersonal nicht verzichtet werden können, sagte der Minister. Auch bei einem negativen Ergebnis dürfe sich niemand "in falscher Sicherheit wiegen".

Spahn mahnte erneut auch zu Vorsicht bei weiteren Lockerungen von Corona-Beschränkungen. "Wir sind doch Logistikweltmeister", sagt der CDU-Politiker auf der gemeinsamen Presskonferenz mit dem RKI in Berlin. Wichtig sei deswegen die vereinbarte "Notbremse" für den Fall, dass die Zahl der Neuinfektionen wieder stark ansteigen sollten.

Ähnlich äußerte sich Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Er sei aber zuversichtlich, dass man das Angebot in einer Woche aufbauen könne. Auch Angestellte in Arztpraxen, in Behindertenwerkstätten, Lehrer, Erzieher und Teile der Polizei stünden in NRW nun als nächste auf der Liste.

Die Sieben-Tage-Inzidenz sei zuletzt wieder gestiegen, zudem würden immer noch zu viele Todesfälle verzeichnet, so Wieler. In der Vorwoche lag der Wert bei 9.997.

"Es ist absehbar, dass B.1.1.7 bald die vorherrschende Variante in Deutschland sein wird", erklärte RKI-Präsident Lothar Wieler am Freitag (5. März 2021) in Berlin. Registriert wurden innerhalb von 24 Stunden 10.580 Corona-Neuinfektionen und 264 neue Todesfälle von Infizierten. "Und dann wird es noch schwieriger, das Virus im Zaum zu halten". Die Variante, die ursprünglich in Großbritannien entdeckt wurde, sei "noch ansteckender und noch gefährlicher". Das seien "Signale einer Trendumkehr". "Die Impfstoffe und alle, die sich impfen lassen, weisen uns den Weg aus dieser Pandemie", meinte Wieler. Aber der Zeitpunkt, von der Priorisierung der Impfverordnung vollkommen abzuweichen sei "noch nicht gekommen".

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