Pläne von Extremisten: US-Behörden warnen vor neuem Angriff auf das Kapitol

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Das US-Repräsentantenhaus hat nach einer Warnung von Behörden vor einem neuen Angriff auf das Kapitol eine für Donnerstag geplante Sitzung abgesagt. Geheimdienstinformationen wiesen auf einen möglichen Plan einer Miliz für einen Angriff an diesem Donnerstag hin, teilte die Kapitol-Polizei am Mittwoch in Washington mit. Man sei in Alarmbereitschaft und auf mögliche Bedrohungen "gegen Mitglieder des Kongresses oder gegen den Kapitol-Komplex" vorbereitet.

Bereits am 25. Februar waren Informationen bekannt geworden, wonach Trump-Unterstützer einen Anschlag auf das Kapitol planen würden (BILD berichtete).

Befürchtungen vor neuer Gewalt am 4. März gibt es schon seit Wochen, allerdings war unklar, wie konkret die Bedrohung ist.

Am 6. Jänner waren Anhänger des damaligen US-Präsidenten Donald Trump scharenweise in das Kapitol eingedrungen in der Absicht, die Senatoren und Abgeordneten daran zu hindern, den Sieg von Joe Biden bei der Präsidentenwahl offiziell zu bestätigen. Bis 1933 war der 4. März das Datum, an dem amerikanische Präsidenten vereidigt wurden. Der Termin wurde dann auf den 20. An der Attacke mit fünf Toten waren Mitglieder mehrerer rechtsextremer Gruppierungen wie die Proud Boys und die Oath Keepers beteiligt.

Washington. Die Bedrohungslage in Washington sei nach dem Sturm auf das Kapitol vom 6. Januar und den folgenden Machtwechsel weiter hoch.

Vergangene Woche warnte die amtierende Chefin der Kapitol-Polizei, Yogananda Pittman, bei einer Kongressanhörung davor, die Sicherheitsvorkehrungen zurückzufahren. Extremisten hätten den Wunsch, "das Kapitol in die Luft zu sprengen und so viele Parlamentarier wie möglich zu töten". Jänner massiv abgesichert. Der Parlamentskomplex wurde weiträumig mit einem hohen Zaun abgesperrt, Tausende Nationalgardisten wurden entsandt.

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