ROUNDUP: Astrazeneca-Impfstau wächst - Merkel lehnt öffentliche Impfung ab

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Vergangene Woche war bekannt geworden, dass von 1,44 Millionen Dosen, die Astrazeneca seit Mitte Februar geliefert hatte, erst 240.000 verimpft worden sind (Stand: Donnerstag). In der "Welt am Sonntag" betonte er, in diesem Fall müsse man das, Zitat, "strenge Regiment" auflockern - und Menschen impfen, die noch nicht an der Reihe seien.

Wie BILD erfuhr, wollte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) beim Bundesgesundheitsministerium offiziell beantragen, die Impf-Priorisierung für den britischen Impfstoff AstraZeneca aufzuheben - und zwar für ganz Deutschland!

"Wir können es uns nicht leisten, den Impfstoff aufzubewahren, weil einige, die ihn verwenden können, ihn ablehnen", sagte der baden-wrttembergische Ministerpräsident Winfried Gretchman am Sonntag in einem Interview mit Wealth of Zondak. Die Bundesregierung stellte sich heute dem Eindruck entgegen, dass Impfstoff einfach ungenutzt liegenbleibe. "Nur so können wir den dramatischen Rückstand, den Deutschland beim Impfen hat, aufholen", sagte Söder. Bis Ende März erhält Deutschland insgesamt 2,5 Millionen weitere AstraZeneca-Dosen.

Lässt sich Merkel mit AstraZeneca impfen?

"Der Impfstau von Astrazeneca kann sofort aufgelöst werden", sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch.

Das Präparat von Astrazeneca weist Studien zufolge eine etwas geringere Wirksamkeit auf als die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna. Der Impfstoff wird derzeit nur für Personen unter 65 Jahren verwendet, da die Leistung älterer Menschen nicht eindeutig ist.

In der Frage nach der öffentlichen Impfung von Politikerinnen und Politikern, um das Image des Astrazeneca-Impfstoffs aufzupolieren, zeigte sich die Bundesregierung zurückhaltend.

Bisher ist AstraZeneca laut einer Empfehlung der Ständige Impfkommission nur für unter 65-Jährige geeignet.

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