Merkel will Lockdown bis zu den Osterferien verlängern - aber mit weiteren Lockerungen

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Uhr: Wer setzt sich beim Corona-Gipfel durch - Kanzlerin Angela Merkel, die auf langsamere Öffnungsschritte setzt, oder die Ministerpräsidenten, die schneller großzügige Lockerungen fordern? Es könnte dann etwa eingeschränkte Öffnungen insbesondere des Einzelhandels mit festen Einkaufsterminen geben, ging aus einem aktualisierten Beschlussentwurf für die Gespräche der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Merkel am Mittwochnachmittag hervor. Ab einem noch zu bestimmenden Wert sollen dann automatisch und ohne einen neuerlichen Beschluss die aktuellen Corona-Regeln greifen. Doch noch ist nichts entschieden. Dann etwa sollen Einzelhandels-Geschäfte bis zu 800 Quadratmetern Verkaufsfläche für einen Kunden pro 10 Quadratmeter und jedem weiteren Kunden pro 20 Quadratmeter aufmachen dürfen (mehr dazu hier). Wo es keine Ausnahmen gebe, sollten die Lockdown-Beschränkungen aber bis zum 28. März verlängert werden, heißt es in einem Entwurf für die Beratungen am Mittwoch, der einen möglichen Vier-Stufen-Plan beschreibt. Das Papier liegt der Deutschen Presse-Agentur aus mehreren voneinander unabhängigen Quellen vor.

Damit würde die Möglichkeit zu privaten Zusammenkünften wieder auf den eigenen Haushalt und eine weitere Person beschränkt.

Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel geht offenbar einen Schritt auf die Länderchefs zu, die auf Lockerungen der Corona-Regeln trotz höherer Inzidenzwerte drängen. Über die einzelnen Öffnungsschritte und wie diese ausgestaltet werden, dürfte es viele Diskussionen geben.

Seit vergangenem Mittwoch sind auch Corona-Selbsttests für den Hausgebrauch in Deutschland zugelassen. Nach einem neuen Beschlussentwurf, der der MOPO vorliegt, könnte es erste Lockerungsschritte geben, wenn eine Sieben-Tage-Inzidenz von 100 dauerhaft unterschritten wird.

Berlin Nach monatelangem Corona-Lockdown deuten sich weitere Öffnungsschritte an - allerdings abhängig vom regionalen Infektionsgeschehen und mit einer "Notbremse". Ein ähnliches Vorgehen wird für Museen und Galerien, in einem späteren Schritt auch für die Außengastronomie vorgeschlagen - also entweder eine niedrige Inzidenz mit unter 35 oder eine Inzidenz unter 100 mit dann geltenden Sicherheitskonzepten wie Voranmeldung oder negativem Schnelltest. "Kinder bis 14 Jahre werden dabei nicht mitgezählt", heißt es in dem Entwurf des Kanzleramts nach Absprachen mit Bayern und Berlin sowie Finanzminister Olaf Scholz.

SPORT: Sport könnte ebenfalls ab Inzidenz 35 wieder in kleinen Gruppen von maximal zehn Personen erlaubt sein. Die neu hinzugefügte fünfte Stufe sieht nun vor, Freizeitveranstaltungen im Außenbereich mit bis zu 50 Menschen zuzulassen; Voraussetzung dafür soll sein, dass die Sieben-Tage-Inzidenz nach Inkrafttreten der vorherigen Stufe 14 Tage lang unter 35 bleibt.

Und auch allen anderen Bürgern sollen demnach ein oder zwei Schnelltests pro Woche ermöglicht werden, etwa in Testzentren oder bei Ärzten - die Kosten hierfür soll laut Beschlussvorlage der Bund übernehmen. Diese neuen Regelungen sollen je nach Inzidenzwert regional ausgesprochen werden. So ist nun nicht mehr von einer Verpflichtung für Firmen die Rede, ihren in Präsenz Beschäftigten kostenlose Schnelltests anzubieten. Vielmehr werde die Bundesregierung mit der Wirtschaft noch diese Woche abschließend beraten. Diese sollten ursprünglich gegen eine Kostenbeteiligung von einem Euro abgegeben werden. Die Länder sollen möglicherweise dafür sorgen, dass analog dazu auch Schul- und Kita-Personal sowie Schüler ein oder zwei Schnelltests bekommen. Treffen zwischen einem Haushalt und bis zu vier weiteren Personen am dem engsten Familienkreis waren vorgesehen.

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