Corona-Gipfel im Live-Ticker: Lockerungen schon bei Inzidenz unter 100?

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Die Regierungschefs der Bundesländer beraten am Mittwoch zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), wie es nach dem zunächst bis zum 7. März befristeten Lockdown weitergehen soll. Generell soll es dem Entwurf zufolge schon ab Montag Lockerungen für die privaten Kontaktbeschränkungen geben: Dann dürfen sich wohl bis zu fünf Menschen aus zwei Haushalten treffen.

Das Papier weist eine komplexe Öffnungsperspektive aus für Einzelhandel, Restaurants und Reisen.

Nach monatelangem Corona-Lockdown in Deutschland deuten sich weitere Lockerungen an. Ab 14 Uhr tagen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Bundesländer.

Bislang waren breitere Öffnungen lediglich für Regionen in Aussicht gestellt gewesen, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 liegt: Dort soll dem Entwurf zufolge kontaktfreier Sport in kleinen Gruppen bis zehn Personen im Freien erlaubt werden. März sollen sich wieder mehr Freunde, Verwandten und Bekannten treffen dürfen, berichtet das Portal "Business Insider". Das geht aus einer Beschlussvorlage, die unter anderem dem "Focus" vorliegt, vor dem Gipfel mit den Ministerpräsidenten am Mittwoch hervor. Weiter heißt es: "Kinder bis 14 Jahre werden dabei nicht mitgezählt".

Sie könnten ab einem Wert von 35 wieder öffnen - ab einer noch festzulegenden Inzidenz zumindest mit vorheriger Terminbuchung. Steigt die Inzidenz wieder auf einen bestimmten Wert - dieser ist im Beschlussentwurf noch nicht genannt - sollen die Lockerungen zurückgenommen werden. Auch Unternehmen sollen ihren Mitarbeiterin bis zu zwei kostenlose Schnelltests pro Woche anbieten. Darüber hinaus darf es dann einen Kunden pro 20 Quadratmeter geben.

Auch die bisher noch geschlossenen körpernahen Dienstleistungsbetriebe sowie Fahr- und Flugschulen sollen dem Entwurf zufolge wieder öffnen dürfen, wobei ein tagesaktueller negativer Schnelltest Voraussetzung sei. Abhängig vom Infektionsgeschehen zeigt der Entwurf weitere Öffnungsperspektiven auf.

Uhr: Beim Thema Oster-Öffnungen rudert das Kanzleramt in der aktuellen Beschlussvorlage zum Corona-Gipfel zurück: Eine entsprechende Passage, die Lockerungen vorsah, wurde bei der Überarbeitung des Papiers ersatzlos gestrichen! Dazu Museen, Galerien, zoologische und botanische Gärten sowie Gedenkstätten.

Was gestern Abend noch Hoffnung auf ein frohes Osterfest machte: Über Ostern sollten - ähnlich wie an Weihnachten - wieder Verwandtenbesuche in einem etwas größeren Kreis möglich sein.

Auch der nächste Öffnungsschritt - von Außengastronomie, Theatern, Konzert- und Opernhäusern, Kinos sowie kontaktfreiem Sport im Innenbereich und Kontaktsport im Außenbereich - könnte dem neuen Entwurf zufolge schon bei Sieben-Tage-Inzidenzen bis 100 erfolgen. Über die einzelnen Öffnungsschritte und wie diese ausgestaltet werden, darüber dürfte es heute noch viele Diskussionen geben.

Alle Zahlen, Statistiken, Karten und Grafiken zur Corona-Pandemie in Bremen, Niedersachsen und Deutschland finden Sie hier.

Während der Beschlussentwurf bei den Lockerungen noch auf die Inzidenzen als Richtwerte abhebt, wollen Rechts- und Gesundheitspolitiker der Koalitionsfraktionen weitere Kriterien dafür festlegen: etwa die Zahl der Geimpften und den R-Wert, wie beide Seiten bestätigten.

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