Bayern und Sachsen schmieden Anti-Corona-Allianz

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Bayern werde seine Hotspots ebenfalls "bewusst stärken" und mehr Impfstoff in die Landkreise in den Grenzregionen geben.

Mit den jetzigen Werkzeugen könne die Corona-Situation in den Grenzregionen nicht gelöst werden, sagte Kretschmer. Nötig sei ein "besonderes Impfregime" für die Hotspots.

"Wir wünschen vom Bund und von der EU zusätzliche Impfstofflieferungen", forderte Söder. Und Kretschmer äußerte den Wunsch, der gesamten Bevölkerung über 18 Jahren in Hotspot-Regionen an der Grenze bald ein Impfangebot machen zu können. Das sei eine Möglichkeit, die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Neben den Kriterien der Ständigen Impfkommission müssten also weitere Kriterien dazukommen - auch darüber müsse man am Mittwoch reden. Kretschmer erklärte mit Blick auf Lockerungen, derzeit seien nur kleine Schritte möglich. "Wir brauchen keinen Öffnungsrausch, sondern ein kluges und ausbalanciertes Öffnen."So müsse es eine bundesweite Einheit über das Ende des Lockdowns geben, aber regional müsse nachjustiert werden dürfen". Dafür brauche es zunächst ein Konzept für Tests.

Söder warnte nun davor, man müsse jetzt aufpassen, nicht in die dritte Welle zu kommen.

Beide Bundesländer wollen zudem Tschechien besser helfen. Dort sind die Inzidenzwerte in den vergangenen Wochen wieder in die Höhe geschossen. Um die schwierige Lage in Tschechien zu verbessern, würden Bayern und Tschechien zudem Schnelltests und Impfstoff an das Nachbarland liefern.

Dies sei ein Akt der Solidarität in der Grenzregion, sagte Söder. Bayern und Sachsen sind durch ihre Grenzen zu Tschechien derzeit besonders herausgefordert: Landkreise in Grenznähe zählen seit einiger Zeit zu den auffälligsten Corona-Hotspots in Deutschland. Es gilt neben Tschechien als Virusvarianten-Gebiet.

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