In drei Bundesländern: Razzien gegen Neonazi-Netzwerk

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In Thüringen, Sachsen-Anhalt und Hessen haben Polizisten Dutzende Wohnungen und Geschäftsräume von Neonazis durchsucht. In einem weiteren Fall wurde gegen einen Verdächtigen ein Vollstreckungshaftbefehl umgesetzt. Eine weitere Person hätten die Beamten festgenommen, weil man bei ihr Betäubungsmittel gefunden habe. Rund 500 Polizeibeamte, darunter das Spezialeinsatzkommando (SEK), sind im Einsatz.

Bei den Durchsuchungen in mehreren deutschen Städten ging die Polizei auch den Verdacht der Geldwäsche nach.

Nach einem Bericht des Senders MDR sollen die Verdächtigen Mitglieder von zwei Neonazi-Bruderschaften sein, seit Jahren zur organisierten Kriminalität gehören und weite Teile des Drogenhandels in Thüringen organisieren. Seine Kanzlei in Hessen wird ebenfalls durchsucht.

Der Auslöser für das Verfahren war nach MDR THÜRINGEN-Recherchen eine geheime Abhöroperation des Thüringer Verfassungsschutzes.

Die Operation war laut MDR monatelang vorbereitet worden.

Die beiden Neonazi-Bruderschaften sollen ähnlich wie kriminelle Rockerbanden organisiert sein, eine strenge Hierarchie und bestimmte Symbole haben. So sollen sie allem Anschein nach ein Netzwerk unter anderem für den Verkauf von Crystal Meth aufgebaut haben. Sie sollen Drogenhandel im großen Stil betrieben und sich zudem der Geldwäsche und des Waffenhandels schuldig gemacht haben.

Die Neonazis sollen mit einer hohen kriminellen Professionalität vorgegangen sein. Offenbar waren die Männer auch im Rotlichtmilieu aktiv.

Genauere Orte wollte das LKA am Vormittag noch nicht nennen, weil die Einsätze noch liefen. Das Netzwerk soll sich Jahr 2015 gegründet worden sein.

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