Studie der Universität Hamburg: Forscher: Coronavirus stammt wahrscheinlich aus dem Labor

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Liegt der Ursprung der Corona-Pandemie doch im virologischen Institut der chinesischen Stadt Wuhan?

Die Experten der WHO, die den Ursprungsort der Pandemie in Wuhan untersuchten, glauben nicht an einen Laborunfall. Die Universität Hamburg hat über die Studie heute die Öffentlichkeit informiert.

Schließen Sie jetzt den kostenfreien Probemonat ab (anschließend 6,90 €/Monat), um diesen Artikel zu lesen. Er räumte ein, dass es sich nicht um wissenschaftliche Beweise, sondern um Indizien handelt. Wer sich mit ihr auseinandersetzte, lief Gefahr, selbst in seriösen Medien als Verschwörungstheoretiker gebrandmarkt zu werden. Die Labor-These wurde dabei aber ausdrücklich auch nicht ausgeschlossen. Außerdem könnten die SARS-CoV-2-Viren "erstaunlich gut" an menschliche Zellrezeptoren ankoppeln und in menschliche Zellen eindringen - laut Wiesendanger ein Hinweis darauf, dass der Virus-Ursprung nicht natürlich sei. Außerdem gebe es dokumentierte Sicherheitsmängel in dem Labor.

Seit Jahren werde am Institut für Virologie in Wuhan an Corona-Viren geforscht. Auch in anderen Ländern wie Australien oder den USA würden Viren gentechnisch manipuliert. Der Leiter des WHO-Teams hält es für unwahrscheinlich, dass der Erreger aus einem Labor kommt. Man infiziert sich in einem Labor auch nicht einfach mal aus Versehen mit so einem Virus. "Für mich klingt das, soweit ich es überhaupt sagen kann, äußerst unplausibel". Nur hätten die Tiere, so Wiesendanger, ihren Weg nicht auf natürliche Weise nach Wuhan gefunden. Gegen die Theorie, dass das Virus über Fledermäuse auf dem Fischmarkt von Wuhan stammt, spreche auch, dass dort keine Fledermäuse angeboten würden. Im virologischen Institut der Stadt Wuhan gibt es jedoch eine der weltweit größten Sammlungen von Fledermauserregern, welche von weit entfernten Höhlen in südchinesischen Provinzen stammen. Dies ist in der wissenschaftlichen Fachliteratur durch zahlreiche Publikationen belegt.

Wie die Uni weiter mitteilt, wurde die Studie bereits im Januar 2021 fertiggestellt und zunächst in Wissenschaftskreisen verteilt und diskutiert. Mit der Veröffentlichung solle nun eine breit angelegte Diskussion angeregt werden, insbesondere im Hinblick auf die ethischen Aspekte der sogenannten "gain-of-function"-Forschung, welche Krankheitserreger für Menschen ansteckender, gefährlicher und tödlicher macht".

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