Erleichterung bei der NASA : Rover "Perseverance" landet auf dem Mars

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Der US-Rover "Perseverance" ist auf dem Mars gelandet. Jetzt startet er auf dem Roten Planeten die Suche nach außerirdischem Leben. Im Kontrollzentrum im kalifornischen Pasadena brach daraufhin Jubel aus.

Der Rover war rund sieben Minuten vor der Landung in die Mars-Atmosphäre eingedrungen.

Dann öffnete sich ein Landefallschirm, ein Hitzeschild wurde abgestoßen, dann auch der Fallschirm. Die Nasa sprach im Vorfeld von "sieben Minuten des Schreckens". Doch alles klappte wohl perfekt. Den USA gelang es allerdings mit "Perseverance", ihrem bisher größten und technisch fortschrittlichsten Rover, bereits zum neunten Mal seit den 1970ern, auf dem Mars aufzusetzen. Ein Fluss speiste ihn, der in einem breit gefächerten Delta in das Gewässer mündete.

"Perseverance" ist bereit der fünfte Rover, den die Nasa zum Mars bringt - zuletzt war es 2012 "Curiosity".

So, glauben NASA-Wissenschaftler, könnte das Gebiet um den See im Jezero-Krater vor rund dreieinhalb Milliarden Jahren ausgesehen haben - von hoch oben wohlgemerkt: Der Krater-See hat einen Durchmesser von 45 Kilometern.

Der Mars-Rover "Perseverance": Er hat nicht nur einen Mini-Hubschrauber, sondern unter anderem auch eine Wetterstation, Mikrofone und einen Roboterarm mit an Bord.

Wie klingt der Mars?

Auch auf dem Twitter-Profil der Nasa wurde die Landung bestätigt - aber auch hinzugefügt: "Der Countdown zum Mars ist abgeschlossen, aber die Mission hat gerade erst begonnen."Das Roboterfahrzeug war fast sieben Monate lang durch den Weltraum gesegelt und legte dabei 472 Millionen km zurück, bevor es die Marsatmosphäre mit 19.000 Kilometern pro Stunde durchbohrte, um sich dem Aufsetzen auf der Oberfläche des Planeten zu nähern. Das ist das, was die NASA macht", sagte Manning weiter". Die Nasa-Ingenieure mussten den Mini-Helikopter so leicht wie möglich bauen, damit er in der extrem dünnen Mars-Atmosphäre abheben kann.

"Schnell" ist "Perseverance" nicht nur beim Anflug mit bis zu 20.000 Kilometern pro Stunde, sondern auch am Boden: Er schafft eine Geschwindigkeit von 152 Metern pro Stunde.

Mehrere Jahre lang soll der Rover am früheren Mündungsdelta des Flusses im Jezero-Krater entlangfahren, später dann am früheren Seeufer. Vor allem aber soll er mit seinen Werkzeugen und Kameras nach Lebensspuren suchen, wie den sogenannten "Biomarkern": Rückständen biologischer Prozesse. Ein chinesischer Rover soll im Mai oder Juni ebenfalls auf dem Roten Planeten landen.

Bislang hat sich der Mars bei Landungen immer wieder als Todesfalle für Raumfahrzeuge vom Planeten Erde erwiesen. Sie trugen Masken, hielten Abstand voneinander und umarmten sich nach der Bestätigung über die erfolgreiche Landung nicht wie üblich, sondern stießen im Jubel lediglich ihre Fäuste gegeneinander.

"Die NASA funktioniert. Wenn wir gemeinsam unsere Arme und Hände und unser Gehirn nutzen, können wir Erfolg haben".

Für die beteiligten Wissenschaftler geht es um essenzielle Fragen der Menschheit. "Vielleicht sind sie noch nicht einmal geboren".

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