Anschlag von Hanau - Bouffier ruft zu Kampf gegen Hass und Hetze auf

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Ein Jahr nach dem rassistisch motivierten Anschlag von Hanau hat der hessische Ministerpräsident Bouffier dazu aufgerufen, Hass und Hetze entschieden entgegenzutreten.

Sich für Freiheit und Mitmenschlichkeit einzusetzen sei nicht nur Aufgabe des Staates, sondern der gesamten Gesellschaft, sagte der CDU-Politiker in Wiesbaden.

Alle Opfer stammten aus Einwandererfamilien. Die "Initiative 19. Februar Hanau", ein Zusammenschluss von Angehörigen mehrerer Anschlagsopfer, hatte den Sicherheitskräften unter anderem Fehlverhalten in der Tatnacht vorgeworfen. Der Täter habe eine zutiefst rassistische Gesinnung gehabt, so die Bundesanwaltschaft. Am heutigen Freitag ab 17 Uhr gibt es auf dem Marktplatz in Halle (Saale) eine Gedenkkundgebung. Zu der offiziellen Zeremonie in Hanau wird auch Bundespräsident Steinmeier erwartert. Seit der Wiedervereinigung 1990 sind in Deutschland bis 2020 mindestens 213 Menschen durch rechte Gewalt getötet worden - die Dunkelziffer dürfte diese unfassbare Zahl noch deutlich übertreffen.

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