Max Ophüls Preis für SWR-Koproduktion "Borga"

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Saarbrücken: Großer Gewinner beim Max Ophüls Filmfestival ist heuer der Spielfilm "Borga" von York-Fabian Raabe, eine ghanaisch-deutsche Produktion.

Zur Vergabe der letzten Trophäe, dem Max Ophüls Preis für den besten Spielfilm, wird Saarbrückens Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU) zugeschaltet. Wegen der Corona-Pandemie fand die 42. Ausgabe zum ersten Mal komplett online statt.

Das Max-Ophüls-Festival gilt als wichtigste Veranstaltung für den jungen deutschen Film.

Regisseur, Autor und Schauspieler von "Borga" waren sichtlich gerührt über die Preise und appellierten in der Liveschaltung, an Träume zu glauben, mutig zu sein und Freude zu haben.

"Tala'vision" (D/Jordanien 2020) von Murad Abu Eisheh erhielt den Preis für den besten mittellangen Film und den Publikumspreis in dieser Kategorie. "Für Ghana genauso wie für Deutschland".

Der Film von Regisseur York-Fabian Raabe erzählt von Ghanaern, die es im Ausland zu Wohlstand bringen wollen. Auch Kojo, der mit seinem Bruder auf einer Müllhalde für Elektroschrott aufwächst, möchte solch ein "Borga" werden. Die Jury lobte die epische Erzählweise des Films und die Empathie für sämtliche Figuren. Der Fritz-Raff-Drehbuchpreis ging an Arman T. Riahi für seinen Film "Fuchs im Bau" über einen Lehrer in einer Gefängnisschule. Das 27 Minuten lange Werk erzählt vom Leben der achtjährigen Tala in einer von Krieg zerrütteten Welt - und welche Bedeutung darin ein Fernseher für sie hat.

Die Preisverleihung wird kostenlos auf der Streaming-Plattform und dem Youtube-Kanal des MOP übertragen. Festivalleiterin Svenja Böttger und der Künstlerische Leiter Oliver Baumgarten werden aus dem Wohnzimmer des MOP-Festivalfunks die 16 Preise nacheinander vergeben. Aber "wirklich sehr sehr viele Dinge haben wirklich super funktioniert", bilanzierte er. Es habe sich seit drei Monaten, seitdem die Entscheidung gestanden habe, "mit absoluter persönlicher Hingabe in dieses Abenteuer gestürzt", was einfach nicht hoch genug einzuschätzen sei.

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