Verschütteter Bergmann nach zwei Wochen geborgen | Brennpunkte

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Einer von ihnen starb, zehn gelten noch als vermisst.

Zwei Wochen nach dem Grubenunglück in China haben die ersten Überlebenden wieder das Tageslicht erreicht.

Offizielle Videoüberwachung berichtete, dass chinesische Retter zwei Goldminenarbeiter in Sicherheit brachten, zwei Wochen nachdem sie in einer unterirdischen Explosion gefangen waren.

Der Sender CCTV zeigte Krankenwagen und Rettungsgeräte vor der noch im Bau befindlichen Goldmine in Qixia in der ostchinesischen Provinz Shandong, in der 22 Kumpel nach einer Explosion verschüttet worden waren. Rettungskräfte hatten vor der Bergung bis Sonntag Kontakt zu zehn eingeschlossenen Bergleuten aufnehmen können. Wie es zu der Explosion in einer Goldmine Anfang Januar gekommen ist, ist unklar. Rettungstrupps hatten staatlichen Medienberichten zufolge Löcher gebohrt und dann Schläge gegen das Bohrgestänge gehört. Über das Loch seien dann Nährstofflösungen an Stahlseilen in die Tiefe herabgelassen worden. Am Vormittag war ein erster Minenarbeiter gerettet worden. Laut Xinhua berichteten sie darin von mehreren Verletzten sowie Rauch und Wasser im Schacht.

Der Zustand des ersten geretteten Kumpel wurde als "extrem erschöpft" bezeichnet. Einer von ihnen hatte Verletzungen erlitten. Mehr als 600 Einsatzkräfte blieben mit Gerät am Sonntag vor Ort, um die Suchaktion nach weiteren Kumpeln fortzusetzen, schrieb Xinhua. Schlechte Sicherheitsvorkehrungen und mangelnde Aufsicht aufgrund von Vetternwirtschaft sind häufig die Ursachen. Viele Unglücke werden auch vertuscht.

Das für die Goldmine in Qixia verantwortliche Bergwerksunternehmen meldete den Behörden das Unglück laut Xinhua erst zwei Tage danach. Zwei hohe Funktionäre, der Parteichef und der Bürgermeister von Qixia, seien ihrer Posten entbunden worden.

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