Mögliche Lieferprobleme - Astrazeneca: Weniger Corona-Impfstoff für EU als geplant

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Die Impfstoff-Beschaffung stockt und stockt und stockt.

In dieser Woche war es bereits zu einem Lieferengpass der Impfstoffhersteller Biontech und Pfizer gekommen. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet".

Aufgrund von Produktionsproblemen liefert Astrazeneca den EU-Ländern im ersten Quartal mit 31 Millionen Impfdosen rund 60 Prozent weniger als geplant, wie Reuters am Freitag aus EU-Kreisen erfahren hatte. Die für Februar nun zugesicherten 3 Millionen Dosen genügen, um 1,5 Millionen Menschen zu impfen. Wenn dieser gründlich wirke und erfolgreich sei, habe man auch mehr Zeit für die Impfungen. Für kommende Woche wird auch eine Zulassung in der Europäischen Union erwartet. Das sind 18,6 Prozent, also 56 Millionen Dosen. Für Österreich bedeute das, dass im ersten Quartal statt 2.000.000 Impfdosen nur 600.000 geliefert werden könnten. Weil der Impfstoff an Virusmutationen angepasst werden soll, könnten bereits auf Vorrat produzierte Impfstoffmengen möglicherweise nicht ausgeliefert werden. Zudem seien die Auswirkungen auf die Produktion nach einem Brand in einem Werk in Indien noch nicht klar.

Auch an dem Ziel, die Über-80-Jährigen bis Ende März durchzuimpfen, hält Spahn fest: "Stand heute wird jeder aus der ersten Gruppe bis Ende März ein Impfangebot erhalten".

Kritik an dem mangelnden Impftempo in Deutschland im internationalen Vergleich wies der Minister zurück. "Sinnvoll vergleichen können wir in zwei oder drei Monaten", sagte Spahn. Deutschland habe mit den Pflegeheimen angefangen, das sei aufwändiger und dauere länger.

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