PGA Tour flüchtet aus Trump-Golfklub

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Das PGA Championship wird doch nicht im Bedminster-Club von Donald Trump stattfinden. PGA-Präsident Jim Richerson erklärte in einem Statement, dass man nun das Recht zur Beendigung der Vereinbarung ausübe.

Der Ausrichter PGA of America begründete die Entscheidung vom Sonntag mit dem Sturm auf das US-Parlament am Mittwoch, als Anhänger Trumps aufgestachelt von ihrem Präsidenten in das Gebäude eingedrungen waren. Ein alternativer Austragungsort werde nun gesucht, hieß es.

"Wir haben uns in einer politischen Situation wiedergefunden, die wir uns nicht ausgesucht haben", sagte Seth Waugh, Geschäftsführer und Vorstandsmitglied der PGA of America, der Nachrichtenagentur AP. Unserem Gefühl nach konnten wir nach den tragischen Vorkommnissen vom Mittwoch nicht länger an Bedminster festhalten. Der Schaden hätte irreparabel sein können. "Die einzige richtige Vorgehensweise war zu gehen". PGA-Geschäftsführer Waugh wollte sich zu möglichen rechtlichen Schritten durch die Trump-Seite nicht äußern. Die Anlage westlich von New York hatte 2014 den Zuschlag erhalten, damals war Trumps Golfpartner Pete Bevacqua Chef der PGA. Bereits 2015 hatte die Golf-Organisation den PGA Grand Slam of Golf auf dem Trump National Los Angeles Golf Club abgesagt, nachdem sich Trump abfällig über mexikanische Einwanderer geäußert hatte.

Kein anderer Sport ist Trump so nah wie Golf, er übt ihn selbst aus, auch während seiner Präsidentschaft hatte er zahlreiche Ausflüge nach Bedminster unternommen. Nach seinem Wahlsieg 2016 hatte Donald Trump die Leitung des Firmenkonglomerats an seine Söhne Eric und Donald Jr. abgegeben.

Der direkte Gegenangriff des zunehmend isolierten Amtsinhabers blieb nach der Sperrung seines Twitter-Kontos zwar aus, stattdessen reagierte ein Sprecher im Interview mit dem US-Sender ABC.

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