Kurz vor dem Machtwechsel: US-Außenminister Pompeo sagt Europa-Reise ab

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Vor einem Treffen mit führenden EU-Diplomaten in Brüssel, plante Trump-Verbündeter Pompei auch ein Zusammenkommen mit Jean Asselborn, dem Außenminister Luxemburgs, so die Quellen gegenüber Reuters. In Ostasien reagiert ein Opfer der Schaukelpolitik enttäuscht.

Kurz zuvor hatte bereits der scheidende US-Außenminister Mike Pompeo seine letzte Auslandsreise abgesagt, die ihn nach Belgien und Luxemburg führen sollte.

Die UN-Botschafterin der USA, Kelly Craft, hat eine Reise nach Taiwan abgesagt, die schon vorab für Spannungen mit China gesorgt hatte Das US-Außenministerium strich alle Auslandsreisen hoher Diplomaten in den letzten Tagen der jetzigen Regierung.

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Die Deutsche Bank wird nach der Stürmung seiner Anhänger auf das US-Kapitol künftig keine Geschäfte mehr mit US-Präsident Donald Trump oder seinen Unternehmen machen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine Meldung der New York Times (NYT).

In Taiwan stieß die Absage des Besuchs der UN-Botschafterin auf Enttäuschung. Die US-Regierung hatte mit der Visite eigentlich die "starke und anhaltende Unterstützung der USA für Taiwans internationalen Spielraum bekräftigen" wollen. Peking hatte die USA aufgefordert, weder die Beziehungen zu Taiwan aufzuwerten noch die militärische Kooperation zu stärken. Die US-Regierung hatte zuvor angekündigt, die offiziellen Kontakte mit der Regierung in Taiwan auch in Zukunft fortzusetzen.

Der Streit um den Status Taiwans geht auf den Bürgerkrieg in China zurück, als die Truppen der nationalchinesischen Kuomintang nach ihrer Niederlage gegen die Kommunisten unter Mao Tsetung nach Taiwan flüchteten. Die Volksrepublik betrachtet Taiwan, das sich 1949 von China losgesagt hatte, als abtrünnige Provinz, die wieder mit dem Festland vereinigt werden soll - notfalls mit Gewalt.

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