Sohn des künftigen US-Präsidenten: Hunter Biden im Visier der Steuerermittler

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Die Anwaltskanzlei in Delaware untersucht mögliche Steuerprobleme. Im Präsidentschaftswahlkampf hatten vermeintliche Enthüllungen über Geschäftsaktivitäten von Hunter Biden in der Ukraine und in China für Schlagzeilen gesorgt. Hunter Biden war zuvor im US-Wahlkampf vermehrt aus dem Lager von US-Präsident Donald Trump (74) attackiert worden.

In den Jahren 2014 und 2019 hatte Hunter Biden einen lukrativen Posten im Aufsichtsrat des ukrainischen Gaskonzerns Burisma inne. Sie begannen die Vorbereitungen am Dienstag mit der Erwägung einer Resolution, die im Grunde den Sieg des designierten Präsidenten Joe Biden anerkennt, aber die drei Republikaner des Ausschusses stimmten dagegen, wie Heather Cygle von Politico auf Twitter teilte.

Update vom Freitag, 11.12.2020, 12.51 Uhr: Die Ermittlung gegen Hunter Biden, Sohn des künftigen Präsidenten der USA*, Joe Biden, wegen "Steuerangelegenheiten" werden wohl umfangreicher ausfallen, als zunächst von Hunter Biden verkündet.

Für Präsident Trump ist die jetzige Nachricht über die Ermittlungen gegen den Biden-Sohn ein kleiner Triumph: Am Mittwochabend twitterte er ein Zitat der "New York Post"-Kolumnistin Miranda Devine, die erklärte, zehn Prozent der Wähler hätten sich anders entschieden, "hätten sie über Hunter Biden Bescheid gewusst". Joe Biden wies die Vorwürfe pauschal zurück. Auch gegen Joe Bidens Bruder Jim Biden soll nach Angaben von US-Medien ermittelt werden. Trump warf seinem Konkurrenten vor, Biden habe damals seinen Einfluss als US-Vizepräsident spielen lassen, um Korruptionsermittlungen gegen seinen Sohn zu stoppen.

Hunter Biden hatte kürzlich erklärt, dass er die Angelegenheit sehr ernst nehme.

Ermittlungen gegen Hunter Biden: Folgt ein Sonderermittler?

Beispielsweise forderte Ken Buck, Abgeordneter im Repräsentantenhaus, dass ein Sonderermittler eingesetzt werden müsse. Die Untersuchung wird daher von Bundesanwälten im Bundesstaat Delaware geleitet, in dem die Familie Biden lebt. Beau, benannt nach seinem verstorbenen Onkel, den die Öffentlichkeit erstmals diesen November sah, als Joe Biden in seiner Heimatstadt Wilmington seine erste Rede als "President-elect" hielt. Hunter Biden hatte in der Vergangenheit mit Drogenproblemen zu kämpfen, was unter anderem bei einer TV-Präsidentschaftsdebatte zwischen Biden und Trump vor der Wahl thematisiert wurde.

Donald Trump fügte hinzu: "Ich habe trotzdem gewonnen".

Für die konservativen US-Fernsehsender wie Fox News ist die Geschichte ein gefundenes Fressen: Hunter Biden, der Sohn des zukünftigen Präsidenten, soll bei Geschäften mit China angeblich Steuern hinterzogen haben.

Im Wahlkampf griff US-Präsident Trump Hunter Biden, den Sohn seines Herausforderers und neu gewählten US-Präsidenten Joe Biden, scharf an - wegen fragwürdiger Geschäften.

"President-elect" Joe Biden versprach indes in einem CNN-Interview in der vergangenen Woche, seine Kinder würden in seiner Amtszeit alles vermeiden, was als Interessenkonflikt aufgefasst werden könnte.

Sohn Hunter scheint Ärger mit dem Gesetz zu haben!

In seinem Statement, welches von Vizepräsidentin Kamala Harris (56) veröffentlicht wurde, blieb Hunter optimistisch: "Ich nehme die Sache sehr ernst, bin aber zuversichtlich, dass eine professionelle und unabhängige Untersuchung zeigen wird, dass ich meine Geschäfte legal und angemessen vollzogen habe, auch mithilfe professioneller Steuerberater".

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