Bei Skilehrer-Camp mit Briten: Corona-Mutation in Österreich

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"Sie halten sich zu beruflichen Zwecken in Tirol im Rahmen einer Skilehreraus- bzw. -weiterbildung auf". Er verwies darauf, dass kein Skiunterricht stattgefunden habe und damit kein Kontakt zu Schülern.

Der Bund ordnete laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) indes an, die Bevölkerung in Jochberg ab sofort umfassend auf das Coronavirus zu testen. Jänner. Am Mittwoch können die Jochbergerinnen und Jochberger zwischen 9.00 und 19.00 Uhr im Kultursaal in Jochberg einen Test machen. Derzeit würden die Proben weiteren Untersuchungen zur Sequenzierung des Virenstammes unterzogen, um dessen genaue Zusammensetzung zu beleuchten.

Am Dienstag wurden im Bundesland indes 1.540 Corona-Infizierte gemeldet - um 35 weniger als noch am Vortag. In Jochberg galten 22 Menschen als infiziert, im gesamten Bezirk Kitzbühel 193. Eine erste Überprüfung der Tests durch die österreichische Gesundheitsagentur AGES habe ergeben, dass es sich um das mutierte Corona-Virus handelt.

Die aus England stammende B117-Mutation des Coronavirusgilt als einiges ansteckender. "Aufgrund von Nachtestungen und - ich nehme an - Vermutungen, dass es gefährlich sein könnte, weil britische Staatsbürger auch anwesend sind, wurde nachgetestet und es lässt sich vorab nicht ausschließen, ob dies die Mutation aus Großbritannien ist". Verdachtslagen, dass die Mutation grassiert, gibt es auch in Salzburg und in Tirol.

In einem Wiener Seniorenheim - es handelt sich nicht um einen städtischen Träger - ist es nach den Weihnachtsfeiertagen zu einer auffälligen Häufung an Coronavirus-Infektionen gekommen, wie ein Sprecher Trägers der APA am frühen Dienstagnachmittag berichtete. "Die meisten Bewohner weisen keine oder lediglich sehr geringe Symptome auf", so das betroffene Haus in einem ersten Statement.

"Weil uns das komisch vorgekommen ist, haben wir alle 42 Abstriche der AGES zur Sequenzierung übermittelt", sagt ein Sprecher zum KURIER.

Die im September erstmals in Großbritannien nachgewiesene und seither auf dem Vormarsch befindliche Virusvariante B.1.1.7 sorgt auch in Österreich für große Nervosität. Dabei konnte eine mutierte Variante des Coronavirus festgestellt werden.

Ob es sich in allen 42 Fällen um die Mutation handelt, war vorerst nicht bekannt.

In dem betroffenen Pflegewohnheim wurde ein Besuchs- und Aufnahmestopp verhängt.

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