Astrazeneca beantragt Zulassung von CoV-Impfstoff

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Zugelassen ist das Vakzin auch schon in Indien, Mexiko und Argentinien. Doch das geänderte Studienprotokoll erschwert eine Einschätzung. Der Impfstoff von Biontech und Pfizer liege bei zwölf Euro pro Dosis.

Als erstes Land der Welt hatte Ende 2020 Großbritannien dem AstraZeneca-Impfstoff eine Genehmigung erteilt.

Die Europäische Union hat bis zu 400 Millionen Dosen bei AstraZeneca bestellt. Denn die Verteilung der Vakzine ist auch bei normaler Kühlschranktemperatur von 2 bis 8 Grad Celsius möglich und somit logisitsch einfacher zu bewältigen. In Großbritannien hat der Impfstoff bereits die Marktzulassung erhalten. In der Wirksamkeitsstudie von Pfizer-BioNTechwaren die Daten von 43.548 Probanden untersucht worden, in jener von Moderna die Daten von 30.420 Probanden.

Der Konzern hat das Vakzin gemeinsam mit der renommierten Universität Oxford entwickelt. Durch die Entfernung von Genabschnitten verlor das Virus seine Fähigkeit, sich im Körper zu vermehren. Laut vorläufigen Daten ist das Vakzin allerdings etwas weniger wirksam als die neuartigen mRNA-Wirkstoffe. Allerdings gab es zwei Tests mit unterschiedlicher Dosis. Nur in zwei der drei Studiengruppen waren zu einem geringen Prozentsatz (höchstens etwa 20 Prozent Personen) über 55 Jahre vertreten.

Bald könnte in Österreich der Impfstoff von AstraZeneca zugelassen werden. Erst wenn man die Ergebnisse der beiden Testgruppen "kombiniert", ergibt sich daraus eine durchschnittliche Schutzrate mit dem Impfstoff von 70,4 Prozent. "Bei Teilnehmern, die eine niedrige Dosis, gefolgt von einer Standard-Dosis, bekommen hatten, betrug die Schutzrate 90 Prozent", schreiben die Studienautoren.

Wie nun jedoch eine im Fachmagazin Lancet veröffentlichte Zwischenauswertungder laufenden Phase II/III-Studie zeigt, soll der Impfstoff nur eine Wirksamkeit von 70 Prozent haben. Das heißt, bei 95 von 100 geimpften Menschen wird eine schwere Covid-19-Erkrankung verhindert.

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