Trumps Kanäle: Twittern erlaubt, Facebook gesperrt

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Die Betreiber der Plattform fanden gegenüber der Seite "Techcrunch.com" deutliche Worte: "Bedenkt man die derzeitigen außergewöhnlichem Umstände und die brandgefährliche Rhetorik des Präsidenten, halten wir dies für einen notwendigen Schritt, um unsere Community zu schützen und zu verhindern, dass Twitch für die Anstachelung zu weiterer Gewalt benutzt wird".

So sieht der Twitter-Account von Donald Trump nun aus.

Der CEO und Gründer von Facebook, Mark Zuckerberg, hat persönlich angekündigt, dass der amtierende US-Präsident für die letzten zwei Wochen seiner Amtszeit bei Facebook und Instagram gesperrt werde. Später sprach er in einem weiteren Tweet vom "wichtigsten Moment" in der Geschichte der sozialen Medien: "Die weltweit größten Plattformen haben den weltweit größten Verbreiter von Lügen, Verschwörungstheorien und Hass rausgeworfen", so Cohen weiter.

Der scheidende US-Präsident Donald Trump hat wieder Zugriff auf seinen wichtigsten Kommunikationskanal: Der Kurzbotschaftendienst Twitter teilte mit, dass die Sperre von Trumps Konto aufgehoben sei.

Bisher wandte sich Trump über Twitter in der Regel mehrfach täglich direkt an seine Anhänger und die Weltöffentlichkeit. Kurz zuvor hatte Twitter die drei Botschaften zunächst entfernt. Twitter löschte jedoch die Tweets bei @POTUS und sperrte @TeamTrump ganz. Für Facebook, Twitter und YouTube ist die Zeit zum Handeln bekommen. In einem Video bezeugte der Präsident seine "Liebe" für die Eindringlinge und nannte sie "etwas Besonderes". Trumps Anhänger hatten das Parlamentsgebäude in Washington erstürmt, während dort Beratungen zur Bestätigung des Wahlsiegs von Joe Biden liefen.

Das klang nach einer Rechtfertigung des bisherigen Vorgehens der Plattformen, denen in den vergangenen Jahren immer wieder vorgeworfen wurde, bei Trumps kontroversen Äußerungen häufiger mal ein Auge zuzudrücken. Erst in der Corona-Krise und dem diesjährigen Präsidentschaftswahlkampf verschärften sie ihren Kurs und versahen Beiträge mit falschen Informationen mit Warnhinweisen.

Powell war als Sonderermittlerin der Regierung für den angeblichen Wahlbetrug eingesetzt. Auslöser war ein Tweet Trumps zu den Ausschreitungen nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd durch Polizeigewalt.

Twitter hat die Sperre des Kontos von US-Präsident Trump aufgehoben.

Wie sehr die Außenwelt weiterhin auf Twitter schaut, wenn es um Informationen vom US-Präsidenten geht, zeigte sich erst am Donnerstag. Die zähneknirschende Ankündigung, Trump werde sich nun doch nicht gegen eine geordnete Machtübergabe an Biden sperren, kam nicht etwa über die offiziellen Kanäle des Weißen Hauses - sondern über den Twitteraccount seines Vertrauten Dan Scavino.

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