EMA gibt grünes Licht für ersten Corona-Impfstoff in der EU

Einstellen Kommentar Drucken

Dem Start von Massen-Impfungen in der EU steht somit nichts mehr im Wege.

Die Menschen in den EU-Staaten können gegen Corona geimpft werden.

Von ihrer Entscheidung hing alles ab: Mit ihrer positiven Empfehlung für den Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens BioNTech und seines US-Partners Pfizer macht die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) den Weg frei für Impfungen in der Europäischen Union. Neben den 27 EU-Mitgliedsländer haben auch Island und Schweden zum Impfstoff zugestimmt.

Die EU nimmt den Kampf gegen das Coronavirus mit dem neuen Impfstoff auf. "Wir überlegen uns daher, eine vom EU Kontingent unabhängige kleine Charge für diesen Zweck zu nutzen". "Die Pläne für die Auslieferung stehen, das ist eine bundesweite Aktion", sagte eine Sprecherin des Bremer Gesundheitsressorts zu buten un binnen. In Deutschland sollten die Impfungen am Sonntag beginnen. Bis dahin soll das deutsche bundeseigene Paul-Ehrlich-Institut die Impfchargen prüfen und freigeben.

Da jeweils zwei Dosen benötigt werden, ließen sich so rein rechnerisch 68,2 Millionen Bürger impfen - bei insgesamt 83 Millionen Einwohnern in Deutschland. Dort werden zunächst Menschen in Gesundheitsberufen und Risikopatienten in Pflegeheimen geimpft.

Die EU erlaubt den Einsatz des von Pfizer und Biontech entwickelten Impfstoffs gegen das Coronavirus. In mehreren Ländern - darunter die USA, Kanada und Großbritannien - ist der Impfstoff bereits zugelassen. Drei weitere Lieferungen mit knapp 1,9 Millionen Dosen seien für Ende Dezember und die erste Januarwoche vorgesehen.

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) war die vorletzte Instanz in der Reihe der Prüfungen.

Mit der Bezeichnung will das Unternehmen nach eigenen Angaben die erste Zulassung eines Impfstoffs auf Basis von messenger RNA (mRNA) hervorheben. Antigene aktivieren das Immunsystem, die schützende Immunantwort gegen den Erreger zu erzeugen. Auch das Präparat von Moderna ist ein mRNA-Impfstoff. Die bedingte Marktzulassung des Präparates der Mainzer Firma Biontech und des US-Pharmariesen Pfizer sei ein "Meilenstein", sagte die EMA am Montag in Amsterdam.

Gibt die EU-Kommission grünes Licht, kann Biontech damit beginnen, die bereits produzierten Chargen auszuliefern.

"Die heutige Entscheidung ist eine besonders persönliche und emotionale für uns alle bei Biontech", sagte Sahin. "Wir freuen uns natürlich total, ganz Europa schaut auf die Zulassung dieses Impfstoffes", sagte sie am Montag.

Comments