Johnson: Neue Coronavirus-Variante ist ansteckender

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In Großbritannien und nun auch in Südafrika haben Forschende neue Varianten des Coronavirus nachgewiesen. Es gebe aber keine Hinweise darauf, dass Impfstoffe weniger effektiv seien, sagte Johnson am Samstag. Es gebe viel, was man noch nicht wisse, aber man sei "ziemlich sicher, dass die Variante schneller übertragen wird". Laut WHO erforschen britische Wissenschaftler derzeit, ob die Mutation mit einer reduzierten Virus-Erkennung durch das Immunsystem einhergehe. Seit Beginn der Pandemie wurden bereits mehrere Varianten des Coronavirus gefunden. Die nun in England festgestellte Variante ist die dritte größere Mutation, von der man vermutet, dass sie sich auf das Verhalten des Covid-Virus auswirkt. Die britische Regierung hat einen neuen Shutdown für die Hauptstadt London und manche Regionen im Südosten der Insel verhängt. Diese sei auf dem Weg, zur dominanten Variante des Virus zu werden. Die touristisch beliebte Westkap-Provinz im Süden des Landes ist besonders vom Virus getroffen: Auf sie entfallen etwa ein Drittel aller neuen Coronavirus-Infektionen in Südafrika. "Es könnte hier seinen Anfang genommen haben, wir wissen es aber nicht genau", sagte Vallance.

Wegen der Ausbreitung verschärfte die britische Regierung die Corona-Restriktionen etwa in London deutlich: Für Millionen Menschen fallen Weihnachtsfeiern mit Familien und Freunden nun aus.

Statt drei Corona-Warnstufen gibt es künftig vier - in die höchste fallen außer der Hauptstadt auch noch andere Regionen im Südosten.

Dort dürfen die Bewohner nur noch aus wichtigen Gründen ihre Wohnung verlassen, etwa um zum Arzt oder zur Arbeit zu gehen. Johnson sagte: "Es ist als Premierminister meine Aufgabe, schwierige Entscheidungen zu treffen. (.) Wir können nicht mit Weihnachten fortfahren wie geplant".

Alle nicht lebensnotwendigen Geschäfte sowie andere Einrichtungen wie Fitnessstudios, Friseure, Kinos oder Schönheitssalons müssen schliessen. Einwohner der höchsten Corona-Stufe 4 dürfen diese Zone nicht verlassen. Die 501.V2 genannte Variante könnte hinter der raschen Ausbreitung der zweiten Corona-Welle im Land stecken, erklärte der südafrikanische Gesundheitsminister Zwelini Mkhize am Freitag.

Auch inSüdafrika ist eine neue Mutation des Coronavirus entdeckt worden. Unklar schien noch, ob die Krankheitsverläufe bei der neuen Virus-Variante schwerer ausfallen.

Es gebe keine andere Möglichkeit. Er appellierte an die Jugend, Masken zu tragen, die Hygienemaßnahmen zu befolgen und alternative Wege zu finden, die Feiertage zu verbringen.

Die Weltgesundheitsorganisation steht mit den Forschern aus Südafrika im Austausch. Es gebe aber keine Hinweise, dass die neue Variante auch zu einer höheren Sterblichkeit führe.

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