Trump enttäuscht von Justizminister | In-/Ausland

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Nachdem US-Präsident Donald Trump seine wichtige Rede zum Wahlbetrug und zur Wahlmanipulation gehalten hatte, in der er ausführlich darlegte, wie die Wahlergebnisse gefälscht, falsche Wahlzettel abgegeben wurden und mit einer Wahlsoftware die Ergebnisse manipuliert wurden, machten sich die US-amerikanischen Internetriesen sofort an die Zensur der Rede.

Am Dienstag hatte allerdings sogar Justizminister William Barr gesagt, dass es keine Beweise für Betrug in einem Maße gebe, das den Ausgang der Wahl ändern würde. Warum es ausgerechnet am Mittwoch veröffentlicht wurde, war zunächst unklar. Seine unbelegten Vorwürfe waren aber bereits bekannt.

Er warf den Demokraten beispielweise vor, mit der Ausweitung der Briefwahl den Grundstein für "systematischen und weit verbreiteten" Wahlbetrug gelegt zu haben. Die Abstimmung per Post ist in den USA eine etablierte Form der Stimmabgabe.

Während die Behörden die Wahl am 3. November als sicherste in der US-Geschichte bezeichnen, wird Trump nicht müde, dies anzuzweifeln.

Bisher hat Trump keine Beweise für Wahlbetrug vorlegen können. Er kündigte an, weiter juristisch gegen das Ergebnis vorzugehen - obwohl ihm kaum noch Möglichkeiten dafür bleiben.

"Eine totale Katastrophe. Aber wir werden es aufzeigen". Die Richter müssten das Richtige tun, forderte er "respektvoll". "Weil unser Land mit so einer Wahl nicht leben kann". Er hätte kein Problem damit, eine Wahl zu verlieren, sagte Trump. Er habe diese Bundesstaaten "sehr leicht" gewonnen. Nach den beglaubigten Ergebnissen von sechs wichtigen Swing States hatte jeweils Biden dort gewonnen.

Facebook versah das Video später mit einem Hinweis, in dem es unter anderem heißt, "Wahlbetrug ist, unabhängig von der Art der Stimmabgabe, extrem selten".

Auch Twitter platzierte unter Rede-Auszügen auf Trumps Twitter-Account eine Warnung, um die Leser zu verunsichern: "Diese Behauptung über Wahlbetrug ist umstritten".

Trump hat seine Versuche noch nicht aufgegeben, mit einer Klagewelle das Wahlergebnis zu seinen Gunsten zu kippen. Selbst in seinem direkten Umfeld schwindet Trumps Unterstützung.

Vier Wochen ist die US-Wahl jetzt her, mehrfach wurde neu ausgezählt und Sieger bleibt Joe Biden. Das Nachrichtenportal "Politico" hatte darüber berichtet, weitere US-Medien zogen nach. Spekulationen über eine mögliche Kandidatur 2024 wollte Trump bislang nicht öffentlich kommentieren.

Und er will darum kämpfen, dass seine Republikaner die Mehrheit im US-Senat behalten. Biden soll am 20. Januar als neuer US-Präsident vereidigt werden.

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