Tage Maske tragen: Biden plant Appell an Amerikaner

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"Ich werde nicht sagen: Los, ermitteln Sie gegen A, B oder C", versprach Biden am Donnerstag (Ortszeit) in einem Interview des Nachrichtensenders CNN. Ein US-Präsident kann das Tragen von Masken nur in bestimmten Situationen anordnen, solche Entscheidungen liegen größtenteils bei den einzelnen Bundesstaaten.

Die USA verzeichnen derzeit einen dramatischen Anstieg der Corona-Infektionen. Eines der ehemaligen Teams von Donald Trump wird ihn in Zukunft beraten: Anthony Fauci als Teil seines Covid-Teams. Fauci ist in den USA der bekannteste - und auch populärste - Corona-Experte. In den vergangenen Monaten verlor er an Einfluss im Weißen Haus, weil seine Aufrufe, Masken zu tragen und vorsichtig zu sein, nicht zu Trumps Botschaft passten, dass Amerika die Pandemie bald hinter sich lassen werde. Dadurch, und mit Impfstoffen, könnten die Infektionszahlen "deutlich" gesenkt werden.

Er kündigte auch an, dass er öffentlich geimpft werde, sobald ein Impfstoff genehmigt wurde. "Wenn Dr. Fauci sagt, wir hätten einen sicheren Impfstoff, bin ich vor der Öffentlichkeit", sagte der zukünftige Präsident und tippte mit einer Hand auf seine Schulter, um auf eine Impfung hinzuweisen. "Es ist wichtig, der US-Bevölkerung zu kommunizieren, dass es sicher ist".

Fauci, der Leiter des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten, gehört dem Corona-Krisenstab des abgewählten Präsidenten Donald Trump an. Mit seiner großen Expertise und seinen ungeschminkten Einschätzungen zur Corona-Pandemie erwarb der 79-jährige Immunologe sich in der Öffentlichkeit große Anerkennung. Die Zahl der Toten erreichte mit 2907 an einem Tag ebenfalls einen der höchsten bisher gemeldeten Werte.

Zuvor hatten die früheren Präsidenten Barack Obama, George W. Bush und Bill Clinton ihre Bereitschaft erklärt, sich vor laufenden Kameras impfen zu lassen, um für Vertrauen in den Impfstoff zu werben. Zugleich zog er sich immer wieder den Unmut des Präsidenten zu, der die Gefahr durch das Coronavirus von Anfang an kleingeredet hatte.

In den USA haben das in Mainz ansässige Biotechnologieunternehmen Biontech zusammen mit dem US-amerikanischen Pharmagiganten Pfizer und dem US-amerikanischen Unternehmen Moderna eine Notfallgenehmigung für ihre Impfstoffe beantragt. Laut der John Hopkins University wurden inzwischen mehr als 14 Millionen Infektionen bestätigt und mehr als 275.000 Menschen sind an den Folgen einer Infektion gestorben. Eine Zulassung könnte in den kommenden Wochen erfolgen.

Die US-Regierung will bis Ende Februar 100 Millionen Menschen gegen das Coronavirus impfen. Dies sind mit Abstand die höchsten Zahlen der Welt. "Es wird einige Zeit dauern, bis sie alle geimpft sind".

Der Gouverneur des US-Bundesstaates Kalifornien kündigte angesichts der zunehmenden Auslastung von Krankenhäusern strenge Maßnahmen an.

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