Biden will keine Kehrtwende - Wirtschaft

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Biden zeigte sich gegenüber China kritisch.

Der künftige US-Präsident Joe Biden will an den von Amtsinhaber Donald Trump mit China vereinbarten Handelsvereinbarungen vorerst festhalten. Das bedeutet: Die Sonderzölle auf Produkte aus China haben vorerst Bestand. Das zu Jahresbeginn beschlossene Phase-Eins-Abkommen zwischen China und den Vereinigten Staaten werde er zunächst nicht antasten, sagte Biden der "New York Times". "Die beste China-Strategie ist eine, die jeden unserer Verbündeten - oder zumindest solche, die es einmal waren - auf eine Linie bringt", so der Demokrat.

Dabei wolle er sich anders als Trump nicht nur auf das Handelsdefizit fokussieren, sondern vielmehr eine Änderung der chinesischen Vorgehensweise anstreben. Er sprach von Diebstahl geistigen Eigentums, Dumping und illegalen Subventionen an Unternehmen. Um zu dieser zu gelangen, wolle er US-Unternehmen im Wettbewerb mit China konkurrenzfähiger machen, indem Investitionen gezielt gesteigert werden. Dabei habe er vor allem Bereiche wie Energie, Biotechnologie und künstliche Intelligenz im Blick. Auch hier unterscheidet sich der neue Präsident also weniger stark vom scheidenden, als so manch einer im Vorfeld hatte annehmen mögen - Stichwort: "America first".

"Ich werde keine sofortigen Schritte unternehmen, und dasselbe gilt für die Zölle", sagte Biden.

Mit dem Abschluss des Phase-Eins-Abkommen im Januar hatte China zugesagt, seine Einfuhren von Waren und Dienstleistungen aus den USA bis Ende 2021 um zusammen 200 Milliarden US-Dollar im Vergleich zu 2017 zu steigern. Bislang ist China von diesem Ziel allerdings noch weit entfernt.

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