Ungarischer EP-Abgeordneter tritt nach Orgie zurück

Einstellen Kommentar Drucken

Belgische Medien berichteten, dass am Freitag eine illegale Party in einer Wohnung im Zentrum der belgischen Hauptstadt stattfand, an der Diplomaten und ein ungarischer EP-Abgeordneter teilnahmen, der inzwischen zurückgetreten sei. Szajer war zuletzt Leiter der Delegation in der Fraktion der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP), der auch CDU und CSU angehören. Von Seiten der Delegation heißt es, Szajer habe die einzig richtige Entscheidung getroffen. Medienberichten zufolge handelte es sich um eine Sex-Party im ersten Stock über einer bekannten Bar der Brüsseler Schwulen-Szene.

Szajer hatte am Sonntag sein EP-Mandat zurückgegeben. Laut damaliger Aussendung würde die Teilnahme an den aktuellen politischen Kämpfen eine immer größere seelische Belastung für ihn bedeuten. Nachbarn hatten sich beschwert, nicht nur wegen des Lärms, sondern auch wegen möglicher Verstöße gegen Corona-Auflagen.

Ein Zeuge habe zudem einen Mann dabei beobachtet, wie er versucht habe, über die Regenrinne zu fliehen. Gegen Szajer ermitteln die Behörden allerdings zusätzlich wegen Drogenbesitzes - "nach Aufhebung der parlamentarischen Immunität". Laut Staatsanwaltschaft stammten die Verletzungen möglicherweise von dem Fluchtversuch. Die Polizei stellte ihn, fand in seinem Rucksack Drogen und eskortierte den Mann nach Hause, wo er ebenfalls einen Diplomaten-Pass vorlegte. Das Paar hat eine Tochter. Szajer betonte, er habe keine Drogen genommen, und die sichergestellten Drogen seien nicht seine gewesen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft drohen den Teilnehmern der Party 250 Euro und den Veranstaltern bis zu 750 Euro Strafe. Szajer entschuldigte sich bei seiner Familie, Kollegen und Wählern.

Mehr LGBTQ-News gibt's auf Facebook und auf Instagram - jetzt Queer BILD folgen.

Comments