Biden setzt bei Kommunikation auf Frauenpower

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Der designierte US-Präsident Joe Biden setzt auf ein reines Frauenteam bei der Pressearbeit im Weißen Haus. Als künftige Sprecherin kürte Biden die 41-jährige Jen Psaki, die bereits eine Reihe von Führungspositionen inne hatte, unter anderem als Kommunikationschefin in der Regierung von Barack Obama. Der künftige Präsident Joe Biden will die 74-Jährige zur Schlüsselfigur im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie machen. Demnach gehen alle Top-Kommunikationsposten an Frauen.

"Ich bin stolz, heute das erste ranghohe Kommunikationsteam des Weißen Hauses vorzustellen, in dem nur Frauen vertreten sind", so Biden in einer Erklärung auf der Webseite des neuen Teams. Bei dieser Rolle geht es um die gesamte Kommunikationsstrategie.

Stellvertretende Kommunikationsdirektorin soll Pili Tobar werden, die schon ein wichtiger Teil von Bidens Wahlkampfteam war. Die Personalpolitik soll das erklärte Ziel einer diversen Belegschaft im Weißen Haus widerspiegeln, das Biden schon im Wahlkampf ausgab. Bedingfield arbeitete schon in Bidens Zeit als Vizepräsident als seine Kommunikationsdirektorin. Weiter hieß es, wichtigste Aufgabe ihrer Arbeit sei, das amerikanische Volk direkt und wahrheitsgemäß zu unterrichten. Biden hatte sich die Verletzung demnach am Samstag beim Spielen mit seinem Deutschen Schäferhund "Major" zugezogen. Es sei daher davon auszugehen, dass Biden "mehrere Wochen lang" einen stiefelartigen orthopädischen Stützschuh tragen müsse, erklärte der Arzt Kevin O'Connor in einer von Bidens Büro verbreiteten Stellungnahme. Damit schien es möglich, dass Biden auch noch bei seiner geplanten feierlichen Amtseinführung am 20. Januar den Stützschuh tragen könnte. Vorsitzender des Nationalen Wirtschaftsrats soll Brian Deese werden, der bereits Berater des Weißen Hauses unter Obama war, berichtete die "New York Times" am Sonntag. Von den "Haarrissbrüchen" waren zwei kleine Fußknochen betroffen - Keilbeine (Os cuneiforme), wie der Arzt weiter erklärte. Röntgenaufnahmen hatten zunächst keinen Bruch gezeigt.

Der 78-Jährige Demokrat Biden wurde nach der Wahl vom 3. November von US-Medien zum Sieger erklärt. Er soll am 20. Januar als neuer Präsident vereidigt werden, Harris als erste Vizepräsidentin.

Der amtierende Präsident Donald Trump wünschte Biden eine baldige Genesung. US-Gerichte haben bereits zahlreiche Klagen abgeschmettert, mit denen er und seine republikanischen Verbündeten das Wahlergebnis anfechten wollten.

Nach mehrwöchiger Weigerung leitete Trumps Regierung zuletzt aber die gesetzlich vorgesehene geordnete Amtsübergabe ein. An diesem Montag sollten Biden und Harris etwa erstmals das streng vertrauliche Briefing der Geheimdienste bekommen, das normalerweise nur ans Weiße Haus geht.

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