Erster klimaneutraler Frachtflug startet von Frankfurt

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Das besagt eine gemeinsame Pressemitteilung von Lufthansa Cargo und DB Schenker.

Lufthansa Cargo und DB Schenker Cargo starten den weltweit ersten klimaneutralen Frachtflug am Flughafen Frankfurt. Die Boeing 777 wird dann mit Fracht des medizintechnischen Unternehmens Siemens Healthineers und des Chemie- und Pharmaunternehmens Merck beladen sein.

Mit dem Flug setze man sich für vermehrte Forschung und Nutzung nachhaltiger Kraftstoffe ein, erklärte Lufthansa-Cargo-Chef Peter Gerber.

Jochen Thewes, Vorstandsvorsitzender von DB Schenker, kündigte an, dass DB Schenker mit Beginn des Sommerflugplanes 2021 treibhausgasneutrale Luftfracht als regelmäßiges Produkt anbieten werde.

"Als Logistiker ist DB Schenker hier das Bindeglied zwischen der verladenden Industrie und den Airlines, um Klimaschutz in der Luftfracht auch tatsächlich umzusetzen. Ich bin überzeugt, dass es für diese Art grüner Transporte eine große Nachfrage gibt und ich freue mich zu sehen, wer alles mitziehen wird".

Das eingesetzte SAF kann dem herkömmlichen Kerosin beigemischt werden und ist daher ohne Anpassungen am Flugzeug und der Versorgungslogistikkette als so genanntes Drop-In Fuel praxis- und alltagstauglich.

Sustainable Aviation Fuel (SAF) wird derzeit hauptsächlich aus Biomasse wie nicht mehr genutzten Pflanzen- und Speiseölen hergestellt. Zukünftig sollen auch nicht-pflanzenbasierte regenerative Kraftstoffe verfügbar sein. Dem Biokraftstoff aus Lebensmittelresten könnte in Zukunft synthetisch hergestelltes Kerosin folgen, sagt der Lufthansa-Cargo-Chef.

Da der Biokraftstoff, der für den Flug von Frankfurt nach Shanghai und zurück benötigt wird, in das Tanksystem des Flughafen Frankfurt geleitet und dort mit dem bereits beinhalteten Kerosin vermischt wurde, verbraucht jedes damit betankte Flugzeug nun auch einen Anteil des SAF. SAF sei damit die erste wirkliche Alternative zu fossilem Flugtreibstoff und der Schlüssel zu klimafreundlichem, CO2-neutralem Flugverkehr, so die Kooperationspartner. So werde insgesamt vollständige Treibhausgasneutralität der Flüge realisiert.

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