Im Raum Tübingen: Bahn kündigt Probebetrieb mit Wasserstoffzug für 2024 an

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Der Zug vom Typ Siemens Mireo Plus H werde ein Jahr lang einen Dieseltriebwagen zwischen Tübingen, Horb und Pforzheim ersetzen, hieß es. Die Bahn will in 30 Jahren klimaneutral sein. Ein elektrischer Regional-Triebzug mit Brennstoffzellen soll 2024 im Raum Tübingen in Baden-Württemberg in den Probebetrieb gehen, wie die Partner am Montag ankündigten. Dafür sollen untere anderem die konventionellen Dieselzüge ausgetauscht werden. Bis dahin ist es allerdings noch ein langer Weg. Denn 13 000 Kilometer Schiene haben keine Oberleitung, das sind 39 Prozent des Netzes. Die Strecke eigne sich besonders wegen der für den Regionalverkehr beispielhaften Taktung des Fahrplans und der abwechslungsreichen Topografie, erläutert die Bahn.

Der Chef der Siemens-Zugsparte, Michael Peter (54), wittert hier das große Geschäft. "Das ergibt in Europa ein Marktpotenzial von 50 Milliarden bis 150 Milliarden Euro". Allein bei der Bahn müssen nach Angaben von Technik-Vorstand Sabina Jeschke (52) 1300 Dieseltriebzüge ersetzt werden.

Für solche Abschnitte testet die Bahn auch Hybridloks mit Diesel und Batterie. Denn auch mit Strom sind die Züge bislang nicht sauber unterwegs. Der Ökostrom-Anteil im Bahnstrom liegt bei 60 Prozent. Der Wasserstoff wird in Tübingen von DB Energie mit Hilfe von Ökostrom produziert. Die Bahn rüstet das Instandhaltungswerk in Ulm so um, dass der Wasserstoffzug dort gewartet werden kann. Das ermögliche es, 330 Tonnen Kohlendioxid im Jahr einzusparen.

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