Europäer bekommen auch aussichtsreichen Moderna-Impfstoff

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Es ist der sechste Vertrag, den die EU-Kommission mit einem pharmazeutischen Unternehmen abschließt, um für die EU Impfstoffe gegen das Coronavirus zu sichern.

Die EU hat sich auf einen Impfstoffvertrag mit dem US-Biotech-Unternehmen Moderna verständigt. Der Vertrag soll morgen formal geschlossen werden.

Mit den von der Kommission geschlossenen Verträgen hätten die Europäer künftig Zugang zu den aussichtsreichsten Impfstoffen. Bislang hat jedoch noch kein Corona-Impfstoff eine europäische Zulassung.

Pfizer/BioNTech war die erste Firme, die um Zulassung in den USA angersucht haben, die EU-Kommission hat 400 Millionen Impfdosen bereits vertraglich abgesichert und bestellt. Klinische Tests hätten gezeigt, dass der Impfstoff höchst wirksam sein könnte, so von der Leyen. Die Impfstoffe wurden von der EU-Arzneimittelagentur (EMA) geprüft. Moderna hatte vergangene Woche erklärt, sein Impfstoff habe in der letzten klinischen Testphase eine Wirksamkeit von fast 95 Prozent der Fälle gezeigt. Die EMA hat ein sogenanntes Rolling-Review-Verfahren zu dem Präparat begonnen, das eine vergleichsweise rasche Zulassung zum Ziel hat. Diese Verträge beinhalten einerseits Vorauszahlungen, damit die Pharmafirmen die Produktion rasch aufbauen können, und andererseits Vorkaufsrechte für die EU-Staaten. Anfangs nach Produktionskapazität allerdings auf nur kleine Mengen.

Verteilt werden sollen die Impfstoffe innerhalb der EU nach der Bevölkerungszahl. In Deutschland wiederum dürften zunächst Risikogruppen und Gesundheitspersonal geimpft werden. Bis alle Menschen die Chance eine Impfung bekommen, werden noch aber Monate vergehen. Auch dann, wenn die Vakzine meist zweimal gegeben werden müssen.

Neben den 160 Millionen Dosen von Moderna hat sich die EU-Kommission bis zu 300 Millionen Dosen von Biontech/Pfizer und weitere 300 Millionen Dosen von Astrazeneca gesichert.

Neben den 160 Millionen Dosen von Moderna hat sich die EU-Kommission bis zu 300 Millionen Dosen von Biontech/Pfizer und weitere 300 Millionen Dosen von Astrazeneca gesichert.

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