Leipzig: Anmelder der "Querdenken"-Demo in Leipzig sagt Kundgebung ab"

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Zu Gegenprotesten hat vor allem das Bündnis "Leipzig nimmt Platz" aufgerufen. Denn: Die Anmeldung sei durch den Versammlungsleiter zurückgezogen worden.

Erst vor zwei Wochen hatte eine große, teils chaotische "Querdenken"-Demonstration in Leipzig für Ärger und heftige politische Debatten gesorgt".

Nach Auskunft der Stadt Leipzig ist jeder Versammlung entsprechend der angemeldeten Teilnehmerzahl und des angemeldeten Ortes ein mit Gittern abgegrenzter Raum zugewiesen worden. Zu Beginn am Mittag war der Platz jedoch noch weitgehend leer.

Insgesamt waren am Samstag acht Versammlungen an verschiedenen Orten in der Messestadt angekündigt, fünf davon stehen im Zusammenhang mit Kritik an der aktuellen Corona-Politik und Gegenprotesten. Zwischen 12 und 20 Uhr ist rund um den Kurt-Masur-Platz kein Individualverkehr gestattet, teilte die Polizei Sachsen mit.

Die Polizei ist mit einem Großaufgebot aus mehreren Bundesländern im Einsatz, sie brachte Wasserwerfer und Räumpanzer in der Nähe des Demonstrationsgeschehens in Stellung. Zudem setzten die Beamten Sperrgitter ein, um die Versammlungen voneinander zu trennen.

Verstöße gegen die Maskenpflicht waren bei den Demonstrationen zunächst kaum zu beobachten.

Danach erzwangen die Menschen einen Gang über den Leipziger Ring, der ihnen auch gerichtlich untersagt war. Die Polizei versuchte erst, sie zu stoppen, ließ sie aber schließlich ziehen. Der Deutsche Journalisten-Verband in Sachsen begrüßte nun in den sozialen Netzwerken, dass Journalisten am Samstag Polizeischutz in Anspruch nehmen konnten.

Nach Angaben der Stadt Leipzig wurde die Demonstration aus dem Umfeld der "Querdenken"-Bewegung angemeldet; die Bewegung selbst ist aber nicht der Veranstalter".

Auch in anderen Städten in Deutschland waren am Samstag Proteste gegen die Corona-Politik angekündigt - etwa in Bochum, Göppingen und Hannover. Den Angaben zufolge gab es auch Angriffe auf Einsatzkräfte der Polizei. Auch zu einer Gegendemonstration unweit des Opernplatzes an der Börse haben sich bis jetzt deutlich weniger als die angekündigten 600 Menschen zusammengefunden.

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