Knochen von Vermisstem in Berlin gefunden: Hinweise auf Kannibalismus

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Nach dem Fund von Überresten eines seit mehr als zwei Monaten vermissten Mannes aus Berlin gibt es Hinweise auf Kannibalismus. Das sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Donnerstagabend auf Nachfrage. Zuvor berichteten "Bild" und "B.Z.", es gebe den Verdacht, der Vermisste sei Opfer eines Kannibalen geworden.

Nach SPIEGEL-Informationen hatte die Polizei auf einem Feld im Berliner Norden ein skelettiertes menschliches Bein gefunden, das dem Opfer zugeordnet werden konnte.

Der Tatverdächtige kam am Donnerstag in Untersuchungshaft.

Die Polizei selbst bestätigte nun noch einmal, dass es sich bei den gefundenen Knochen um die sterblichen Überreste des Vermissten Stefan T. handelt.

In Berlin hat die Polizei die Überreste eines 44-Jährigen gefunden
1 In Berlin hat die Polizei die Überreste eines 44-Jährigen gefunden

Ermittlungen einer Mordkommission ergaben dann, dass der Mann Opfer eines Verbrechens wurde. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft wollte sich zu weiteren Einzelheiten aus den Ermittlungen nicht äußern. Ein Richter erließ einen Haftbefehl wegen Sexualmordes aus niederen Beweggründen gegen den 41-Jährigen. Der Verdächtige selbst verweigert demnach bislang die Aussage.

Stefan T. (Monteur im Hochleitungsbau) verließ kurz vor Mitternacht am 5. September seine Wohngemeinschaft in der Harnackstraße (Lichtenberg) und war mutmaßlich in Richtung Parkstraße (Pankow) unterwegs.

Am 8. November hatten Spaziergänger in einem Park in der Nähe der Schönerlinder Chaussee in Buch einen Beinknochen gefunden. Die Ermittler, die auch mit Spürhunden im Einsatz waren, fanden den Verdächtigen.

Als spektakuläres Verbrechen in Deutschland war der Fall des "Kannibalen von Rotenburg" aus dem Jahr 2000 bekannt geworden. Der Täter hatte sein späteres Opfer über eine Kontaktanzeige in einem Internet-Forum kennengelernt. Das Landgericht Frankfurt verurteilte den Mörder im Jahr 2006 zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe.

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