Bagdad: Raketenangriff auf US-Botschaft im Irak- Berichte von mehreren Explosionen

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Bagdad - In der irakischen Hauptstadt Bagdad hat es am Dienstagabend (17.11.2020) einen Raketenangriff auf die US-Botschaft gegeben.

Um mit Inhalten aus Twitter und anderen sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir Ihre Zustimmung. Bis zum 15. Jänner werde die Zahl der Soldatinnen und Soldaten auf jeweils etwa 2.500 reduziert, erklärte der geschäftsführende Verteidigungsminister Christopher Miller. Die Vereidigung ist für den 20. Januar geplant.

Derzeit sind im Rahmen der internationalen Anti-IS-Koalition noch rund 3000 US-Soldaten im Irak stationiert. Miller sagte, die USA würden in eine neue Phase im Kampf gegen den internationalen Terrorismus eintreten. Die Ankündigung wurde erwartet, da mehrere US-Medien am Montag über die Vorbereitungen berichteten.

Der teilweise Abzug folgt Trumps Wahlniederlage gegen Biden. Kurz danach hatte der amtierende Präsident Verteidigungsminister Mark Esper entlassen, was wiederum die Neubesetzung hochrangiger Positionen im Pentagon mit Trump-Befürwortern nach sich zog. Miller sagte, sie sei Teil von Trumps Plan, "die Kriege in Afghanistan und im Irak zu einem erfolgreichen und verantwortungsbewussten Abschluss zu bringen".

Die USA hatten mit den militant-islamistischen Taliban Ende Februar ein Abkommen unterzeichnet, das den schrittweisen Rückzug aller US- und Nato-Streitkräfte bis Ende April 2021 in Aussicht stellt. Die Taliban verpflichteten sich zu Friedensgesprächen mit der Regierung in Kabul, die im September begannen. Er drängte insbesondere auf den Abzug aus Afghanistan. US-Medienberichten zufolge war er zuletzt zunehmend frustriert über das Tempo des Abzugs. Nahezu zeitgleich mit der Attacke kündigten die USA die Reduzierung ihrer Truppen im Irak sowie in Afghanistan auf 2500 Soldaten an. Mitte September hatte Trump dann erklärt, dass die Truppenstärke rasch auf weniger als 4000 gesenkt werden solle. Fast vier Wochen vor den US-Wahlen Anfang November kündigte Trump sogar auf Twitter an, dass die Soldaten bis Weihnachten wieder in den USA sein würden.

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg betonte am Montag, dass das Bündnis die afghanischen Sicherheitskräfte weiterhin ausbilden, beraten und unterstützen werde.

Das Verteidigungsministerium hat keine Informationen über die Anzahl der derzeit in Afghanistan und im Irak stationierten US-Soldaten vorgelegt. Amerikanische Soldaten sind seit 2001 im Land. Nach den Anschlägen vom 11. September jenes Jahres waren von den Amerikanern angeführte Truppen dort einmarschiert. Es ist noch unklar, welche Auswirkungen die jüngsten US-Sparmaßnahmen auf das Engagement der Bundeswehr haben könnten. Das aktuelle Mandat des Bundestags sieht den Einsatz von bis zu 1300 vor. Gleichzeitig müsste die NATO ihre Mission beenden, wenn sich die USA vollständig zurückziehen, da die anderen Verbündeten militärisch nicht in der Lage sind, sie alleine fortzusetzen.

Der Bundestag verlängerte den Einsatz deutscher Soldaten im Irak Ende Oktober nur um weitere 15 Monate. Maximal 500 Soldaten können eingesetzt werden.

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