Wegen Corona-Pandemie: Polizei-Gewerkschafter und Politiker plädieren für Böllerverbot

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Dies sei angesichts der Ausbreitung des Coronavirus jedoch nicht angesagt.

Deutschland und Welt: - Wegen der Covid-19-Pandemie fordern Innenpolitiker und Polizei-Gewerkschafter in diesem Jahr ein Verbot von Feuerwerkskörpern an Silvester.

Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) sprach sich ebenfalls gegen Böller und Raketen aus. "Am Halloween-Wochenende war es in unseren Party-Hochburgen ganz ruhig", sagte Reul der "Bild"-Zeitung". "Ich wünsche mir, dass das auch Silvester wieder so sein wird". Entscheiden müssten aber die Kommunen.

In Berlin hatten die Grünen mit Blick auf die Infektionslage gefordert, an Silvester neben großen Partys auch das Feuerwerk zu verbieten. "Aber deswegen sollten wir nicht direkt landesweit das Abbrennen von Feuerwerk verbieten". Im Zuge der Diskussion um ein mögliches Böller-Verbot hat sich der VPI in dieser Woche an die Bundesregierung gewandt. Schon zu Silvester 2020 werden die Altstadt inklusive des umschließenden südlichen Grüngürtels, Stadtamhof, des Oberen und des Unteren Wöhrds zur feuerwerksfreien Zone. Der feuerwerksfreie Bereich bestehe demnach aus der Altstadt südlich der Donau innerhalb des Grüngürtels, der gebildet wird aus dem Herzogspark, der Prebrunnallee, der Fürst-Anselm-Allee, den Grünanlagen am Ernst-Reuter-Platz, an der Landshuter Straße und der Gabelsbergerstraße und aus dem Villapark, sowie Stadtamhof, Oberem Wöhrd und Unterem Wöhrd. Die Gründe für das Verbot waren die hohe Luftbelastung durch Feinstaub und die Gefahr, die durch Feuerwerkskörper ausgehen kann.

In München gab es ebenfalls bereits im vergangenen Jahr ein Böller-Verbot am Marienplatz. Im vergangenen Jahr mussten sich in dem Land gut 1300 Menschen wegen Verletzungen im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten behandeln lassen - was Kapazitäten bindet, die in der Corona-Krise aus Sicht der Regierung anderweitig benötigt werden. Menschenmengen, Alkohol und Feuerwerk - das gehe diesmal nicht, sagen sie unserem FFH-Reporter. Die Stadt zog nach eigenen Angaben ein positives Fazit.

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