Satire-Partei sitzt jetzt im Bundestag - Deutschland

Einstellen Kommentar Drucken

Bei einer Pressekonferenz erklärte dieser am Dienstag: "Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen."Tatsächlich mag der Schritt auf den ersten Blick überraschen".

Er werde keinen Satirepreis gewinnen, sondern wolle Strukturen aufbrechen.

Das Kapern des Sitzes der Genossinnen und Genossen ist mehr als gerechtfertigt, denn immerhin vertritt die PARTEI seit der Bundestagswahl 2017 über ein Prozent des Souveräns, Tendenz steigend. Abgesehen von der Parteiangehörigkeit Bülows dürfte sich im Bundestag aber wenig ändern, er bleibt eigenen Angaben zufolge fraktionslos.

Bülow sagte, er glaube, dass "Die Partei" Menschen mit Politik ansprechen könne, die sich von klassischen Parteien nicht mehr repräsentiert fühlten. Er werde aber nicht die guten Sprüche bringen, die Sonneborn und andere drauf hätten. "Wir haben nicht die Erwartung, dass Marco Bülow jetzt anfängt, lustige Sachen zu machen", kommentierte ebenfalls Martin Sonneborn. Es gebe auch einen realpolitischen Flügel in der PARTEI, der Sacharbeit zu schätzen wisse. Verbunden ist man laut Bülow etwa durch Lobbyismuskritik. Dazu teile er aber auch eine Systemkritik mit der PARTEI: "Wir haben eine Lobbyrepublik, wo Lobbyisten Gesetze schreiben und Ministerien und Bundestagsabgeordneten diktieren, was sie zu machen haben", sagte der Abgeordnete. "Und dass darüber nicht diskutiert wird in diesem Bundestag".

Möglich gemacht hat das Marco Bülow (49) aus Dortmund.

Comments